zueritipp

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Shabbat mit Sholom

Sholom

Einblicke in den jüdisch orthodoxen Alltag in Zürich. Erschienen als Titelgeschichte im Züritipp.

Donnerstag, 24. November 2011

Relaxter Journalismus

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Züritipp 2011-11-24 um 16.01.18

After all journalism isn't that bad. Here is the proof.

Ich fragte Zürichs Stadtmagazin Züritipp, ob es nicht an der Zeit wäre, mich Massagen testen zu lassen. Jetzt, im Herbst, wo alle so verspannt sind. Here is another Coverstory. Here we go. Fast niemand hat erkannt, dass ich Coverboy war.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Rollen



12 Stunden auf der Suche nach dem Sinn des Skateboardens.


Züritipp Skate Cover

BELLEVUE, 13.23 UHR Grün. Rot. «Los!» An der Bellvue-Tramstation springt das Sextett auf die Bretter, rast über die Kreuzung durch die Autokolonnen, scharrt über die Fahrstreifen der Quaibrücke. Die Fahrer hupen nicht mal. Skater nutzen ihre Verletzlichkeit, setzen den eigenen Körper als Schutzschild ein.

Züritipp Page 1

«Skaten ist die komplexeste Sportart. Du brauchst am längsten, um es zu lernen. Ständig hast Du Momente wie ein Spieler beim Penalty oder Federer im Final. Momente der absoluten Fokussierung. Wenn du vor 15 Stufen stehst und Du willst das Geländer anspringen, dann kannst Du unten tot aufschlagen. Du musst vorher schon mental geschafft haben, was Du vorhast. Dann stürzt du dich runter, musst in diesem Moment alles können, was du dir über Jahre angeeignet hast. Im Unterschied zum Fussball bist Du selber dein Gegner, mit all Deinen Ängsten und Zweifeln.», sagt Christian.

Züritipp Page 2

Am Rand des Skateparks leeren zwei Mädchen in der Abendsonne ein Zehnerpack Bier, werfen lange Blicke und kichern. Jennifer ist heute sechzehn geworden. «Wollt ihr ein Bier?» Die dünne kleine Blondine dreht ein paar Pirouetten und guckt berauscht in den Abendhimmel. «Wie alt seid ihr?», fragt sie und siezt Dalla Corte, als er es ihr verrät. «Bleibt ihr?», fragt ihre schwarzhaarige Freundin.


INFO: Teil einer Serie von Züritipp Titelgeschichten. Ich bin stolz auf meine erste Immersion Arbeit mit integriertem Video- und Photokonzept. Für Videoschnitt und Regie Dank an Martin Luchsinger.

Freitag, 6. Mai 2011

Zürich von Oben

Die Jeunesse Dorée in Zürich feiert, als hätte es Zwingli nie in die Stadt geschafft. Fast zumindest. Manche meinen, alles es sei ein wenig lost, seit Carl Hirschmanns Club Saint Germain geschlossen hat. Andererseits ist man auch auf der Flucht. Vor all jenen, die dabei sein wollen wenn der Champagner fliesst.

Von Hannes Grassegger

Der mattschwarze Porsche Cayenne rast heran und bremst scharf. Carl Hirschmann springt heraus, schmeisst den Autoschlüssel Richtung Portier und eilt starren Blicks zur Tür. Nur rein. Drinnen im Dolder Grand ist die Atmosphäre samten, eine «fête». Ein grauschläfiger Mittvierziger steigt bedächtigen Schrittes die gewundene Treppe zur Bar hinab, links und rechts je eine junge Schönheit im Cocktailkleid am Arm. In der grauschwarz gehaltenen Bar mit gedimmten Kerzenlampen läuft die Musik lauter. Nicht ganz Disco, aber fast. Fleissig werden die schwarzen Amex-Centurion-Kreditkarten mit dem Superlimit über den Tresen gereicht, Champagner fliesst. Die beiden Beautys schweben derweil auf ihren 13 Zentimeter hohen Absätzen mit kühlem Blick und steifen, glossig glänzenden Lippen die Stufen hinab. «Dress to impress», steht auf der Einladung. Ein rotes Seidenfoulard im Paisley-Muster ziert die geschwellte Brust des Mannes....zur Züritipp Coverstory

Donnerstag, 31. März 2011

Taxiwelt

Schiessereien, Armut, Freiheit und ein bisschen Afrika.
Zürichs Taxifahrer erzählen.


Plymouth Volare 1978 Taxi Zürich 007

Von Hannes Grassegger (Text)


Vollbremsung. Direkt vor Judith Din rennt ein bewaffneter Mann über das Central. Die Beifahrertür ihres Taxis wird aufgerissen. Ein Polizist springt ins Auto, hält sich schmerzverzerrt den verletzten Fuss. „Hinterher!“, befiehlt er. Vorsichtig folgt Dins weinroter Toyota Previa dem Flüchtenden ins Niederdorf, auf dem Nebensitz hängt der Polizist ständig am Funkgerät. Plötzlich schiebt sich ein Kastenwagen vor den Bewaffneten und fängt ihn ab. Heute lacht Din über den Vorfall, „sowas hat fast jeder Zürcher Taxifahrer schon erlebt.“

Züritaxis, das sind die mit dem blauweissen Stadtwappen auf dem Taxischild. Die mit dem von der Stadt festgelegten Rund-um-die-Uhr-Tarif. 1471 Züritaxis gibt es derzeit. Nur Sie dürfen in der Stadt und von Zürich aus chauffieren.

Zürich

Eine grosse Mehrheit der Zürcher Taxis sind angeschlossen an zentrale Rufnummern, Taxizentralen, die über Funk Aufträge vermitteln. In der Telefonzentrale der Taxi444 AG - Rufnummer 7 mal 4 – der grössten der Zürcher Taxizentralen, bearbeiten rund um die Uhr Telefonistinnen mit freundlichem Flöten Kundenanrufe. Sie sitzen an Schreibtischen mit mehreren Bildschirmen, Headset auf dem Kopf, Arbeitspläne hängen aus. Hier liegt Teppich statt Asphalt. Die Anzahl der ausgelösten Fahrten und der eingegangenen Anrufe zeigt ein Kontrollschirm an der Wand. Für die Damen sind Fahrer Nummern und Namen die in kleinen Windows aufpoppen. Ein Knopfdruck und ihr Computersystem sendet dem örtlich nächsten Fahrer eine Bestellung auf sein Empfangsgerät. So ein Angestelltendasein ist das Gegenteil dessen, was Judith Din die „Taxiwelt“ nennt.

Judiths Taxiwelt

Für die dreifache Mutter begann ein neues Leben, als sie 2003 den Job an den Nagel gehängt hat, um mit ihrem Minivan in die Zürcher Nacht zu ziehen. Die blonde 41-Jährige kennen alle Chauffeure als die „Ju“, die sich jahrelang in Verbänden für Anliegen der Zürcher Taxifahrer eingesetzt hat. Judith Din liebt es Teil einer Gemeinschaft zu sein und gleichzeitig unabhängig. Bei einer Zentrale ist die 41-jährige nicht mehr. Din hat Stammkunden, die auf ihrem Handy anrufen und Din steuert die öffentlichen der 250 Zürcher Taxiplätze an, am häufigsten am HB, Central, Rathaus oder Bellevue. Dort trifft Ju dann ihre Freunde, denn mit dem Sprung in die Nachtarbeit hat Din auch das Umfeld gewechselt. Und als Din ihren Mann, einen aus Marroko stammenden Zürcher Taxifahrer heiratete und den Namen Gmür ablegte, war ihr Wandel komplett. „Es ist mehr als ein Job. Für uns ist das die Taxiwelt.“

Nur 63 der 1655 Zürcher Chauffeure sind Frauen. Das Business ist hart und nicht besonders lukrativ. Zürich hat mit fast vier Fahrzeugen je Stadteinwohner im internationalen Vergleich eine überaus hohe Taxidichte. 75 Prozent der Fahrer kämpfen als selbstständige Kleinunternehmer um ihr Verdienst. Vier von zehn Fahrern sind Nicht-Schweizer, immer mehr davon Afrikaner, meist aus Ghana oder Nigeria. Auch wenn die Ortskenntnisse genau geprüft werden und mittlerweile ein kleiner Deutschtest obligatorisch ist - Taxifahrer wird man relativ leicht.

Ad - Toyota Previa Sunset Magazine 1993-05

Judith Din hat sicher ein optimales Ausbildungsprofil. Zuerst lernte sie Autoersatzteilverkäuferin, dann diplomierte sie als Spielgruppenleiterin. Irgendwann hatte sie genug von ihrer Krabbelgruppe. Weil Ju schon einen Personenbeförderungsschein hatte, musste sie nur noch die Taxiprüfung ablegen. Hat man die bestanden, ist die Stadt verpflichtet, eine Bewilligung zu erteilen. Ein festgelegte Obergrenze an Züritaxis gibt es nicht.

Früher stand Din um sechs auf, heute legt sie sich um sieben schlafen. Sie liebt das Taxifahren: „Kein Job ist so frei wie dieser. Silvester ist fast mein einziger Pflichttag. Nachmittags habe ich Zeit für meine eigenen Kinder.“ Einzige grosse Sorge seien Radfahrer und Fussgänger. Doch Fahren an sich sei nur der kleinste Teil. „Es geht um das Zwischenmenschliche, den Service am Menschen“, meint Din. Heute betrachtet Ju das „echte Leben“ durch den Rückspiegel. Es sei wie eine TV-Serie. Denn im kleinen Zürich treffe man Kunden immer wieder. Einst, es war kalt und eisig, stürzte eine junge Kundin auf hohen Schuhen neben Jus Wagen. Ju raste los, die Ärzte im Unispital rissen ihr die Frau mit dem blutüberströmten Gesicht aus der Hand, Ju wusste nicht einmal deren Namen. Letztes Jahr stieg dieselbe junge Frau in Jus Taxi. Beide hätten sich wie Kinder gefreut. „Sie sah sehr gut aus. Die Schuhe hatte sie immer noch“. Irgendwann, denkt Ju, wird sie auch den Polizisten wiedertreffen, der damals zu ihr ins Auto sprang.

Miro will weiter

Miroslav Lasica ist ungeduldig. Geschlagene 90 Minuten braucht der ehemalige Profifussballer für 30 Meter. Vom Ende der Taxischlange am Central bis zum Anfang und dem ersten Kunden des Abends. Auch Lasica – „nenn mich Miro, das ist mein richtiger Name“ - hat drei Kinder und fährt ab halb sieben in die Nacht. Um erstmal anzustehen. Der Serbe bleibt dabei in seinem siebzehn Jahre alten Opel Omega. Miro liest ein Lehrbuch über internationales Arbeitsrecht. Taxifahrer langweilen ihn. Auch der Job sei intellektuell gar keine Herausforderung. Schlimmer noch, manchmal prügelten sich Fahrer mit auswärtigen Chauffeuren, die unerlaubterweise in Zürich „wischen“, also fahrend auf Kundenfang gehen würden.

CHEVROLET-ÔMEGA_01-26OCT2008-dsc07476

Miro rutschte rein ins Taxibusiness. Nach einem Meniskusproblem beendete der serbische Einwanderer 1992 seine Fussballerkarriere in der Schweiz – er spielte bei Zug in der Nationalliga B –, jobbte als Kurierfahrer, Lastwagenfahrer, wurde Taxichauffeur. Seit 2006 ist er selbstständig. Mittlerweile träumt Miro davon auszusteigen und Anwalt zu werden. Der 51-jährige bereitet sich auf sein Jura-Diplom an der Universität seiner Heimatstadt Novi Sad vor.

Die besten Seiten des Chauffeurslebens erkennt er wieder im Anwaltsberuf: Unabhängigkeit, Kontrolle über das eigene Leben, die Kommunikation mit Menschen. „Jeder Kunde ist eine Beziehung.“, sagt Miro, „die Leute erzählen viel. Ich als Chauffeur versuche darauf einzugehen. Wenn ein Kunde seriös ist, bin ich seriös. Wenn ein Kunde fröhlich ist, bin ich fröhlich. Wenn eine Kundin traurig ist, verstehe ich sie.“ Die brisanten Fahrten, auf schnellstem Weg zu Bahnhof oder Flughafen, dass eine Frau nachts mal nicht genug Geld für den Heimweg habe, Miro versteht auch das. Aber der Familienvater erzählt von Nächten mit betrunkenen Kunden die er bis in die Wohnung trage, die auf der Fahrt wegdämmerten oder nicht mehr wüssten wohin. Er flucht über jene, die ohne zu zahlen verschwänden; über aggressive Provokateure, die Chauffeure piesackten; über Männer die ihn begrapscht hätten und Nutten, die versuchten, ihn in Naturalien zu zahlen. Dennoch fährt Lasica Nachts, weil er glaubt, so am meisten zu verdienen. Im schlimmsten Fall 140 Franken Umsatz. „Dann komme ich traurig nach Hause.“

Von 5.30 bis etwa 12.30 Uhr schläft Miro. Es folgen ein paar Stunden mit der Familie, anderthalb Stunden Training und weiter gehe es. Nur Sonntag sei Ruhetag. Seine Frau, eine Krankenschwester, sei traurig darüber, dass er oft weg sei. Doch: „Für meine Familie habe ich das durchgehalten.“

Gleich ist Miro dran. Ein Kunde eilt herbei. „Hoffentlich nicht nur für zwölf-fünfzig.“ Jedes Mal sei es wie Bingo. Jeder sei Tag anders. Die besten Zeiten seien die wechselhaften, regnerisch-kalten Herbstmonate bis Silvester. „Jede Fahrt ab 20 Franken ist eine gute Fahrt“, ruft Miro zum Abschied, „und arme Leute geben mehr Trinkgeld. Mehr Herz für Chauffeure!“

Taxi Zürich Opel Senator 1984

2000 bis maximal 6000 Franken verdienen Chauffeure im Monat. Ohne Fixum, ohne Grundlohn. Für Taxifahrer berechnet sich der Lohn als Prozentsatz des Umsatzes. Die erfolgreichsten Taxifahrer machen monatlich maximal 12000 Franken Umsatz, der Schnitt eher 8000, schlechte Monate bringen 4000. Übrig bleiben nach Abzug von Benzin, Reparaturen, Versicherung, Garage, Reinigung, Vorführgebühren und der jährlichen Betriebsabgabe von 780 für die Stadt noch etwa 50 Prozent. Wer bei einer Zentrale gemeldet ist, drückt pro Monat zudem fast einen Tausender fix ab und kriegt dafür neben den Kunden vom Taxistand und jenen, die auf dem Handy anrufen, noch die, die per Knopfdruck aus der Zentrale gesandt werden. Das Geld reicht nicht zum Stehenbleiben und nicht zum Abhauen. Nur zum Weiterfahren.

Chillout mit André

Sanft gleitet der burgundfarbene Chevrolet Caprice durch die Nacht. Innen roter Samt, entspannter Ambient-Sound, tiefe, weiche Sitze. André Böller ist es wichtig, dass man nicht hetzt. Und sich keine Sorgen macht.

The white stripes. The red stripes.

Taxifahrer sind die Seefahrer des Stadtlebens und der 49-jährige André Böller steuert das Traumschiff. Den Amischlitten schlechthin, der Wagon-Car aus den alten amerikanischen Serien. Eigentlich wollte Böller zum Film. Aber er fing als Maurer an und wurde irgendwo auf dem Weg zum Taxifahrer. Etwa 1990. Der jung wirkende Endvierziger mit den graumelierten, zum Zopf gebundenen Haaren war schon immer der Nachttyp, allerdings der, der nicht trank oder Drogen nahm. Also der Heimfahrer. Weil sein Caprice - zugelassen für bis zu acht Personen - erst nach Mitternacht ablegt und bis in den tiefen Morgen gezielt Technoclubs wie Frieda's Büxe, das Hive oder das Loop ansteuert, kennen vor allem Clubgänger den Zweitonner. André hat Dutzende Stammkunden unter ihnen.

So kam es, eines Sonntagmorgens, nach einer erfolgreichen Party und einer desaströsen Afterhour, dass die Partyveranstalter von Cityfox noch mal spontan Skifahren gehen wollten. Man habe André morgens einfach angerufen, erinnert sich DJ Dejan von Cityfox und fünfhundert Franken ausgehandelt. Dafür chauffierte André der Captain die sechsköpfige Meute durch die ganze Stadt um das Skizeug einzusammeln, später bis nach Klosters. „Grossartig“, schwärmt Dejan von dem entspannten Trip. Oben am Berg lud die glückliche Gruppe André noch zum Fondue ein. Chillout.

Chevrolet Caprice 1990 Taxi in Zürich 3.7.2009 0648


An seinen freien Tagen, Montag und Dienstag jobbt der Single manchmal beim Film, für die Requisite, als Kameraassistent, beim Bühnenbild. André zeichnet gern, für sich und Freunde entwirft und baut er Möbel, es steckt ein Schöngeist in André Böller. Nur eine grosse Angst hat er: Gewalt. Einmal, in der Langstrasse schoss ein Irrer über die wartenden Taxis hinweg, die Polizei liess André nicht wegfahren, er zog den Kopf ein. Ein andermal half das nichts. An einer Ampel schlug ein betrunkener „Stiernacken“ mit der Faust direkt durch Andrés Fensterscheibe und brach ihm das Nasenbein. André mag die Langstrasse nicht mehr.

Safari-Session mit Martin

Ein Lebensweg mit vielen Kurven und Abzweigungen, das ist typisch für Taxifahrer. Jürg Huber, 53, Mitbegründer und jetziger Verkaufsleiter von Taxi444 erzählt, die Chauffeure kämen wirklich „aus allen möglichen Branchen“. Handwerker, Doktoren, Ungelernte. Jeder Fahrer sei ein „Einzelkämpfer“. Huber selber ist Elektromonteur, rutschte rein, „wie alle“. Er hat in 30 Jahren noch niemanden sagen hören, Taxifahrer sei sein Berufsziel.


Mazda 626 Taxi in Zurich Switzerland

Warum auch? Erstens ist das Geld ist knapp. Zweitens ist die Freiheit begrenzt. Die gesetzlich auf sechzig Wochenstunden begrenzte Arbeitszeit wählen Fahrer zwar stets frei. Pausen, so Huber, sollten sie allerdings machen, wenn der Rest der Welt arbeite. Und wenn die Anderen ausgingen, locke gutes Geschäft. Und „immer schönes Wetter“ sei das schlimmste. Fazit: „Das Leben der Taxifahrer ist diametral verschieden vom normalen Leben.“

Martin Peprah Asiamah hat sich lange drauf vorbereitet, Taxifahrer zu werden. Er ersparte sich nach seiner Einreise in die Schweiz 1990 erst als Elektromonteur in Fribourg und Glarus, dann am Airport Kloten als Kabinenreiniger sein Geld. Seit 2009 ist er Taxifahrer. Das ist sein Ding. Frei, unkontrolliert arbeiten, aufstehen, wann immer man wolle. Fahren, bis das Geld da sei. Und viel Konversation mit interessanten Menschen. Er wartet am liebsten am Hauptbahnhof, auf Kunden aus aller Welt. „Mein Jeep mit Zebrafellbezügen bringt Safari-Stimmung“, lacht der Ghanaer.

New RAV4-1

Peprah Asiamah gehört zur zunehmenden Zahl von Afrikanern im Zürcher Taxibusiness. Es gibt Fahrer, die darüber schimpfen, behaupten, Afrikaner würden keinen Service bieten und Deutsch nicht beherrschen. Martin sieht keine Unterschiede zwischen Afrikanern und anderen. Okay, sein Deutsch sei eher Minimum, das was er für die Prüfung erlernen musste, aber er beherrsche dafür Französisch und vor allem Englisch. Der überzeugte Christ sieht einen anderen Grund für die Streitereien. „Es ist, als würde man Hunden bei der Fütterung alles auf nur einen Teller schütten. Dann wird gebellt und gekämpft.“

Martin will einfach einen guten Job machen, Spass mit Kunden haben und am Ende jeden Monats seine Mutter und den drei Kindern, die in Ghana studieren, 1500 Franken überweisen können. Dann kommt noch die Rate für den Kredit, den er für seinen Toyota Rav4 aufgenommen hat. Und dann kommt er selbst. Dennoch, der 52-Jährige wirkt entspannt. Jahrzehnte nach seiner Auswanderung aus Ghana, wo er einst aufgebrochen ist, um eine Zukunft zu finden, hat er in Zürich etwas erreicht: „I have a private Enterprise.“ Willkommen in der Taxiwelt.

Zur
Züritipp Version

Donnerstag, 3. Februar 2011

Yogastadt Zürich



Für manche ist es eine Plage von epischem Ausmass. Viele erwischt es Ende zwanzig, wenn die Kraft der Jugend nachlässt. Ob in der Kirche St. Jakob am Stauffacher, im Unisport, in den Sportstätten der UBS oder in der Regensdorfer Strafanstalt Pöschwies – es gibt kein Entkommen. In Zürich ist Yoga überall.

An der Bushaltestelle tauschen werdende Mamis Tipps für Schwangerschaftsyoga aus, die Coiffeuse empfiehlt wärmstens ihren Guru, Grafiker hasten durch den Kreis 4, um rechtzeitig zur Lektion zu kommen. Vor einiger Zeit feierte man in Sihlcity sogar eine Art Yogarave. Mit Szenegurus....


Titelgeschichte zur Yogastadt Zürich, ab heute im Züritipp. Mit Bildern von Tom Huber.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Karl Blau - Vorbild für die Jugend.

Karl Blau, K-Records

Der Sound des Karl Blau ist fröhlich, traurig, leicht, erklärbar. Die Stimme des Karl Blau ist die von Kurt Cobain, so schreibt er auf Myspace.

Der Blau selber ist Bastler. Einer der solizistischen Multiinstrumentalisten, die Mitpfeif-Melodien übereinanderlegen um ihre Songwritervisionen umzusetzen. Unter Vertrag ist er bei K-Records, der trotzigen Bastion der US-Indiepunks die es naiv und klapprig lieben. Doch, auch wenn Karl Blaus Musikbuddies Weird-Folker wie Mount Eerie sind – Bassist Blau bringt den Groove mit. Den 60s Soul. Den Afro-Funk. Fuzzy Riffs, Bläsersätze, blubbrige Synths. Blau klingt als würden Vampire Weekend in den Ferien mit Kurt Cobain jammen.

Live swingt Karl Blau ganz alleine. Selbstständig. Ein Vorbild für die Jugend. (HSG)

Myspace: http://www.myspace.com/karlblau

Sonntag, 28. Feb. 2010
Stall 6
Live: Karl Blau (Anacortes, Washington)
DJs: Rumory & Robby Naish
Tür: 20.00 Uhr
Konzert: 21.30 Uhr

Dienstag, 25. August 2009

DJ Reezm, zwei Beauties, drei Whiskeys, glücklich.

(Anlässlich einer Retrospektive des Züritipps, Dez. 2008)
DJ LEXX

Ich hab eigentlich alle Parties des Jahres verpasst. DJ Ata, der vor kurzem die Crowd zum glühen brachte, die Bellevue Boys die zu Jahresbeginn mit einer zum Soundsystem umgebauten rollenden Mülltonne das Bellevue zum illegalen Club machten und auch das Hausfest der Schöneggstrasse. Auf drei Floors ravten Hunderte. Nur ich nicht. Dann aber hat DJ Lexx mein Clubjahr gerettet. Ich traf ihn als er auf einer Rundfunk.fm Hausparty auflegte, er schleppte mich weiter in die Zukunft und der stinknormale Dosci Donnerstag wurde zu meiner Party des Jahres. DJ Reezms perfektes Discoset; zwei bildhübsche Girls; drei Whiskeys und lauter Freunde um mich rum – Ich glaube, ich bin heimgeschwebt. Ich weiss ich war glücklich.

Party: Dosci vom 19.12.2008, DJ Reezm, Club Zukunft

Sonntag, 23. August 2009

Vinyl in Zürich

Switzerlands most Secret Spot for Black Gold

Der Rock on schliesst. Doch diese Stadt bleibt eine schwarze Scheibe. Die sich immer weiter dreht. Das wissen Schallplattensammler aus aller Welt.

von Hannes Grassegger


Platten sind heterogene Güter – und was dem einen gefällt ist dem anderen nichts wert. Deshalb ist an Plattenläden vor allem die Beratung wichtig. Und die Möglichkeit in die Ware reinzuhören. Und die Auswahl, natürlich. Mit dem baldigen Ende eines der besten Plattenladens der Stadt, des Rock On suchen viele Musikkäufer neue Quellen. Die folgende Liste präsentiert Zürichs Vinyllieferanten. Weil ich CDs nicht nutze, sind nur Plattenläden aufgeführt die Vinyl führen.

Hier Maps der Züritipp-Version:
http://www.zueritipp.ch/story/stadtleben/zuerich-ist-eine-scheibe/


Rock On

Tja, das ging bis 17.Oktober 2009: An diesem erstklassigen Kultort traffen sich Vinylanbeter aller Altersklassen. Pop-Musik der letzten 50 Jahre inkl. der auf Schallplatte erhältlichen Neuerscheinungen bieten Inhaber Ruedi Fehlmann und Mitarbeiterin Corina ihrem Publikum. Oben Neuheiten, seltene Spezialeditionen, auch CDs, unten ältere Ware. Nicht so interessant für Hiphop Fans, sehr interessant für Wave, Rock und Indieliebhaber. Leider bietet sich lediglich ein vom Personal bedienter Plattenspieler zum Vorhören. Dafür gibt's auch keine Kratzer im Vinyl und vor allem günstige Preise für ältere Erscheinungen. Die Ausverkaufsaktion: 2 5 % Rabatt auf alle NEWS , Heavy Vinyl LPs, Box Sets, bereits reduzierte Aktionen; 5 0 % Rabatt auf alles andere. Japanerfaktor 5.

Ottenweg 35 (beim Kreuzplatz), Tel. 044 251 05 15
-> Ruedi hatte in den Tagen vor der Schliessung angekündigt, witerhin "aktiv zu bleiben". Wir sind gespannt.

recrec Laden

Ebenfalls seit 1979 geführt vom kenntnisreichen und eigensinnigen Lockenkopf Veit F. Stauffer, Sohn einer Künstlerfamilie. Der begeisterte Newsletter Verfasser schreibt er führe grenzüberschreitende (Rock-) Musik aus verschiedenen Ländern, Avantgarde, Jazz, Moderne Klassik und Minimal, Pop, World Music und Electronica. Für jeden und jede gibt es hier gute Beratung und das Spezielle. Hier findet sich Neues zu fairen Preisen und vor allem die feinselektierteste 80er Secondhand Vinyl Ecke zu Einheitspreisen. Auch CDs. Zwei Hörstationen. Japanerfaktor 3.

Rotwandstrasse 64, Tel. ++ 41 (0)44 291 46 60, www.recrec-shop.ch


Bikini

Neben der Kaserne, beim Restaurant Italia hütet man im Keller des „Bikini“, der oberirdisch unter anderem Möbel anbietet, den vielleicht geheimsten, grössten und gepflegtesten 50s, 60s und 70s Vinylschatz Zürichs. Ca. 10.000 Platten, darunter auch teure Raritäten.

Zeughausstrasse 55, 8004 Zürich, Tel 044 242 28 50‎


Jamarico

JAMARICO

1979 u.a. von Viktor Baenziger (El Lokal Betreiber) als Reggae Import gegründet. Mittlerweile nur noch eine Musikfiliale mit fast ausschliesslich Neuware. Spezialisiert auf Indie, Singer-Songwriter und Rock. Mit einem respektablen Elektro und Hiphop Angebot und vielen Hörstationen. Etwa 10.000 Platten im Stock. CDs sind auch im Angebot. Gute Beratung der sympathischen, ansprechbaren Crew von Woody, dem Chef. Am Helvetiaplatz zentral gelegen für alle die im Kreis 4 wohnen. Kein Webshop. Jeden Dienstag ab 19.00 Apéro und Abendverkauf.

Stauffacherstrasse 95, 8004 Zürich, 044 241 83 44


Spooky Sound

Zwischen Café Si o No und Bibliothek versteckt. Ein Laden voll Secondhand Kuriositäten. Rock, Funk, Retro. Langspielplatten, Singles etc. Achtung Öffnungszeiten: Do-Fr 13-19 / Sa 12-16,

Zweierstrasse 56 8004, Zürich

Katalog Record Warehouse

In Berlin sprechen Kenner ehrfürchtig von der Zürcher „Plattenhalle“. Vinyljäger kamen aus ganz Europa um sich in Zürichs seltsamsten Geheimtipp im ehemaligen Disco Markt zwischen Central und ETH durch die etwa 50.000 nur grob sortierten Rock, Pop, Disco, World, Jazz, Metal u. a. Kuriositäten (Grossteil Neuware!) zum Einheitspreis von 5 Fr. zu wühlen. Vorhören geht nicht. Schatz gehoben oder Schrott gekauft? Einkaufen im Katalog ist Glücksspiel. Tipp: Rockklassiker für günstig kaufen, interessantes Unbekanntes notieren und im Netz recherchieren. Auch CDs. Übrigens: hier wird angekauft. Japanerfaktor 4.

Weinbergstrasse 31, CH-8006 Zürich‎ - 043 268 01 12, früher Discomarkt,

Hum Records und Tapioka

Oberirdisch bieten die Produzenten und DJs Michel und Olli aka J. Sayne und Reezm, zusammen Hum Records, eine riesige Auswahl an Hiphop Neuware und Secondhand Raritäten. Funk- u. Discoscheiben sowie Mixtapes, Bücher, T-Shirts runden das Angebot im Black Music Tempel ab. Im Keller heisst’s Tapioka und Patrik bietet Jazz, Funk, Soul, Latin, Afro, Library, Exotica. Rock ist nicht sein Spezialgebiet, hier winken Schnäppchen. Guter gemeinsamer Webshop: http://www.humrecords.ch/

Ankerstr. 11, Tel. 043 322 02 04,

Crazy Beat

Inhaberin Marion bietet Kennerinnen und Kennern von aktuellem Hiphop, R n B, Elektropop und aller damit verwandeten Spielarten ein angenehmes und informatives Zuhause.

Badenerstrasse 79, 8004 Zürich, 044 241 10 17‎

Zerozero

Zero Zero Bäckerstrasse

Die Filiale im Kreis 4 bietet wahrscheinlich die grösste und bestsortierteste Vinyl-Auswahl an Neu- und Secondhandware in der Stadt. Neben der fast kompletten Diskographie der Rockgeschichte sind die Schwerpunkte Reggae, bis vor kurzem Hiphop, und laut Inhaber Hänsel jetzt auch wieder mehr Rock und Indie. Donnerstags arbeitet hier der international bekannte Produzent DJ Lexx, dessen Disko, Cosmic, Hiphop und Krautrockkenntnisse verblüffen. CDs v.a. in den anderen Filialen. Japanerfaktor 4.

Bäckerstrasse 54, 8004 Zürich, , +41 44 241 85 20, www.zerozero.ch

Dimension’s

Der kommunikative ehemalige Betreiber von Radio Tropic bietet die Reste seiner Weltmusikschätze auf Vinyl (und CD). Mehr als nur Zouk und Bachata. Raritäten aus Haiti, Ghana, Kuba, Libanon, Mexiko u. a. Im Neuzustand!

Limmatstrasse 31, CH-8005 Zürich‎, 044 2713222

16tons

Bekannt geworden als Quelle für Reggaesingles – in Wahrheit Paradies für Soul-, Afro-und Reggaeliebhaber. Gut beraten von den Geschäftsführern Anne und Buzz, eröffnet sich Kundinnen und Kunden aber auch eine stilsichere und zeitgemässe Vinylauswahl an Secondhand und Nachpressungen von Punk, Krautrock, Klassikern. Zudem Rockneuerscheinungen. Die Liebe zu Vinyl ist auch erkennbar an der wechselnden, stets einem Konzept folgenden Coverauswahl im Schaufenster. Hier gibt’s auch Kleidung.

Anwandstrasse 25, 8004 Zürich, 044 242 02 03

Sonic Records

Vinyl, CDs, DVDs, Musikbücher: Gelernter Buchhändler und stadtbekannter Soul-DJ Klemens Wempe setzt auf strenge Auswahl und unaufdringliche Beratung. Sein feiner Laden bietet v.a. Hiphop, aber auch Elektronik, Reggae und versteckt: gute Second Hand Indieware. Neu oder gebraucht. Zwei gute Plattenstationen zum genussvollen Vorhören. Den humorvollen zwei Meter Mann einfach ansprechen.

www.sonicrecords.ch, Anwandstrasse 30, 8004 Zürich, Tel. 044 242 47 80, immer per Mail erreichbar

Panthera

Versteckt hinter dem American Apparel Store in der Josefsstrasse: 25 Jahre elektronische Clubmusic Erfahrung und ganz viele Maxis. Techhouse, Elektro, Techno, Classic House und ein grosser Backstock an 90s 12’’. Hier fühlen sich auch die bkeannten Clubnasen DJ San Marco, Don Ramon, Gogo wohl. Bestellservice im Webshop: www.panthera.ch

Johannesgasse 6, 8005 Zürich shop@pantera.ch

Number One

Trance, House, Techno und Detroit und eine kleine, für Kenner uninteressante Ecke mit neuaufgelegten Rock Klassikern. Hier gibt es auch DJ Zubehör.

www.numberone.ch, Josefstrasse 26, 8005 Zürich, 044 271 11 71

Six Pack

HipHop, Samples, Soul, Funk, Jazz, Neues und Secondhand. Die monatlich wechselnde, äusserst einladende Schaufenstergestaltung mit Grössen der (Hiphop) Musik hält das Versprechen. Dieser Laden garantiert Realness. Zudem nette Wühlkisten, da der Inhaber als Sample Fanatiker breit aufkaufte. Achtung: Dienstag zu!

Badenerstrasse 131, CH-8004 Zürich‎ - 044 240 30 00, www.6pack.ch

Vinyl Pirate

Im Keller des Comic Ladens Analph eine Grotte voll Punk, Wave, Nowave u. a. Gut für lokale Interpreten und kleine Labels. Geführt vom stadtbekannten Punkguru Alain. Neu und Secondhand. Achtung: Nur samstags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr,

Strassburgstrasse 10, 8004 Zürich, 044 240 34 44

Blutt Records

Es lohnt sich, hier hin und wieder die günstigen Secondhand Vinyls durchzuwühlen. Kein besonderes Konzept, die Qualität der Scheiben vor dem Kauf checken. Aufgrund der stilistischen Offenheit ein Laden für Zufallsfunde. Auch CDs und DVDs.

Philippe Künzi, Limmatstrasse 125, 8005 Zürich

George Tanner Records

Die Adresse für Country, Blues, Jazz, Rock ´n´Roll, und neuerdings auch Tex Mex und Latin. Im Sous Sol eines gelben Wohnhaus nahe des Letzigrundes. Seit 1983 führt Inhaber George Tanner seine nun gesetztere, auch internationale Kundschaft durch seinen Bestand von über 10.000 Schallplatten. Auch CDs.

Letzigraben 47, 8003 Zürich, 044 400 27 10, http://www.tanner-records.ch

Vibes

Versteckt in einem Hinterhof bietet der frühere Inhaber des Halb Tanz Plattenladens verstreut zwischen seinen Möbelraritäten die Reste seiner exzellenten Sammlung an Avantgarde Rock-, Indie- und Diskoplatten. Vorsicht beim Kauf: Der Chef argumentiert gerne, die herumstehenden Platten seien Teil seiner Privatsammlung.

Badenerstrasse 370 (Hinterhof), 8004 Zürich

Appointment-only Stores:

Zero-Zero-Baden-Appointment-Only


Reggae Fever

Er ist weggezogen von Zürich nach Wald, der Spezialistenladen und die Jamaica Connection. Reggae-, Ragga und Dancehall. Vor allem Neuware. Wöchentlich Vinyl-Singles aus Jamaica. Vorhören möglich. Jah Rastafahri. Easy man.

Reggae Fever, Rütistrasse 103, 8636 Wald, +41 55 246 25 12
Visiting hours Montag bis Freitag 11:00-18:00. Nur mit vorherigem Anruf.


Music Gallery

50s, 60s, 70s. Beat, RnR, Psychedelic, Highschool – Raritäten früherer Jahrzehnte auf Vinyl. Kurt Ernst hat wieder offen. Als Webshop, oder nach telefonischer Vereinbarung in seiner Freizeit.

Am Wasser 143, CH-8049 Zürich, Höngg, nähe Europabrücke, Tel. +41 (0)44 341 32 42, www.musicgallery.ch

DJ Spruzzi

Der aktive DJ und frühere Mitbetreiber des Mono-Records im Niederdorf bietet nach Vereinbarung Zugang zu seinen Archiven an teils raren Platten aus Jazz, Funk, Soul, Brasil, Afro.

Email: spruzzi(())dashaus.ch

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Hardcore, Hirtenflöte. Fucked Up?

FUCKEDUP

Wer hätte gedacht, dass Hardcore eines Tages durch eine Hirtenflöte wiederbelebt wird? Eben jenes Genre welches der Wut ihr neues Zuhause gab, als Anfang der 80er Punk im Bierrausch und Metal im Stadion die Kraft verloren. Kurz, hart, schnell und politisch, das waren die vier Regeln des Hardcore im Stile Black Flags. Anfangs garantierten Sie Kraft, bald Langweile. Fucked Up aus Toronto befreien auf ihrem aktuellen Album den totgeglaubten Stil von allen Grenzen. Mystizismus, Bongos, Frauenchöre sogar Streicher fusionieren sie darin mit harten Gitarren und dem Röhren von Sänger Pink Eyes. Live aber wüten Fucked Up konventioneller. Das erinnert eher an den Aufschrei der auf die Flöteneinlage folgt mit der das aktuelle Fucke Up Album beginnt.

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