tages-anzeiger

Montag, 30. Mai 2016

Kommentar zum technologiefreien Denken

Man soll ja aus Respekt gegenüber der Demokratie und der Mehrheitsentscheidung nicht gegen ergangene Volksentscheidung wettern. Ist ja auch gelaufen – die Mehrheit hat sich falsch entschieden, als sie für den Bau einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard stimmte.

Warum das falsch ist, hab ich glücklicherweise schon vorher gesagt. Und zwar weil es bis zur Tunneleröffnung 2035 natürlich ganz anderen Verkehr geben wird als heute.

Diese seltsame Tunnelröhre hat mich eigentlich aus einem anderen Grund interessiert. Dass wir heute gleichzeitig in der breiten Öffentlichkeit über selbstfahrende Autos diskutieren und weiter weltweit Strassen planen als würde es diese Autos nicht bald geben, ist Ausdruck eines grösseren Widerspruchs: Wir wissen, dass sich technologisch grade alles gewaltig wandelt – haben aber keine Ahnung wie wir die Gesellschaft dafür umbauen sollen. Ergo weitermachen wie bisher.

Ganz sicher der falsche Weg.

Hier der Kommentar. War immerhin eines der meistgelesenen Kommentare in der Wahlzeit. Thx liebe Leser.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Zur Lokalpolitik

Tages-Anzeiger Grassegger

Lokalpolitik. Da ist alles anders. Im Kleinen, da siecht die Demokratie. Oder sie wird geboren, unter Qualen.

Über Landwirte die als Nebenjob Städte regieren, Wahlen bei denen es weniger Kandidaten als Posten gibt und Politikerlöhne die niedriger als die des Putzpersonals sind.

Hintergrundseite im Tages-Anzeiger Montag 21.10.2013

Freitag, 24. Februar 2012

Themenseite im Tagesanzeiger

Bildschirmfoto 2012-02-24 um 11.34.40

Ressort Bildung & Chancen

Montag, 12. September 2011

Die kommerziellste Kunstschule der Welt.

EIn Besuch in der vielleicht kommerziellsten Kunstschule der Welt. Hier sollen Studenten lernen, wie der Rubel rollt.

Von Hannes Grassegger

In der flackernden Hitze auf den Hügeln von Pasadena thront der schwarze Stahlkasten mit den riesigen Fenstern wie eine lange Brücke über einem ausgetrockneten Flussbett. Unten drückt der Smog auf Los Angeles. Oben beim Campus ist die Luft gut. Das Art Center College of Design gehört laut «US-News» und «Business Week» zu den amerikanischen Spitzenuniversitäten für Design und Kunst. Im Bereich Industriedesign ist es gar die Nummer eins, allen voran im Transportation Design. Ein Drittel aller amerikanischen Autos werden laut Schätzung der Schule von Art-Center-Absolventen gestaltet. Die Fahrzeuge aus «Tron» und «Blade Runner»; aber auch mancher Ferrari und Mercedes kommen von hier; der ehemalige Chefdesigner von BMW studierte am Art Center.

Bekannt wurde das College für seine Kriegsfotografen, es folgten die Autodesigner, dann kam 1976 das Filmdepartment. Regisseur Zach Snyder («300») oder Oscar-Gewinner Roger Avary (Co-Autor von «Pulp Fiction») lernten hier. Als erste Universität der USA lehrt es seit kurzem Filmen in 3-D. Wegen des Studiengangs Designmatters erhielt das Art Center 2003 die Anerkennung als Nichtregierungsorganisation NGO (siehe auch Interview nebenan).

«Transformers» als Vorbild

Nicht allein die Freude am Fortschritt, vielmehr der Erfolg vieler Absolventen zeichnet die Schule aus. Etwa 80 Prozent aller Art-Center-Filmabgänger finden innert eines Jahres einen Job in der Filmindustrie. Das ist erstaunlich. Und liegt an der Ausrichtung der Schule: Das Art Center ist die vielleicht kommerziellste Kunstschule der Welt. Hier sollen Künstler und Designer lernen, mit ihrer Passion Geld zu machen. Von Kunst und Kommerz als Gegensätze halten die Kalifornier nichts.

Im Filmdepartment nennt der hünenhafte Leiter Ross LaManna (u. a. Macher von «Rush Hour») lachend sein Erfolgskriterium: «Wenn es nicht auf 4000 Leinwänden läuft, dann frag dich mal, was du da tust.» Für LaManna ist Regisseur Michael Bay ein Vorbild. Der Art-Center-Absolvent Bay gewann zwar 2010 gleich drei Goldene Erdbeeren (unter anderem für die schlechteste Regie) für seinen zweiten «Transformers»-Streifen, spielte damit aber mit über 800 Millionen Dollar einen der grössten Erfolge der Filmgeschichte ein.

«Sieben der zehn Finalisten des nationalen Werbefilm-Awards 2011 waren Art-Center-Schüler. Wir sind voll kommerziell. Unsere Leute sollen starke visuelle Erzähler sein», sagt LaManna. Derzeit lernen 90 Bachelor- und 50 Master-Studenten bei 32 Lehrkräften. Die meisten unterrichten Teilzeit, da LaManna nur Praktiker aus grossen Hollywood-Produktionen lehren lässt.

LaMannas Konzept gleicht dem aller Art-Center-Departments: loslegen, Skripte schreiben, arbeiten, wie wenn es echt wäre, wenig Theorie, dafür sofort im hauseigenen Studio drehen. Sommerferien gibt es nicht, statt wie anderswo zwei Semester pro Jahr gibt es hier drei Trimester zu je 14 Wochen. Zusätzlich gibt es Kurse zur Vermarktung. «Unsere Pitching-Klasse lässt den Leuten das Blut in den Adern gefrieren. Da lade ich bekannte Produzenten ein, deren Aufmerksamkeit die Schüler gewinnen sollen. Die Produzenten telefonieren mitten im Screening, essen, gehen raus. Wie echt.» Nach dem Abschluss sollen die Absolventen loslegen können. Zum Curriculum gehören auch Praktika, am besten bei den bekanntesten Leuten, die LaManna auftreiben kann. «Wir sind bei Hollywood. Ich ruf da einfach an.»

Jeder Vierte wird abgelehnt

Auch Laurence Dreiband, Leiter der Fakultät Bildende Kunst, hält den Begriff Applied Art hoch: zwei Drittel praktische Ausbildung im Studio, ein Drittel Know-how, Netzwerk, Assistenzen. Er bietet Pflichtkurse zum Umgang mit Galerien, zu Urheberrechten und zur Lagerung der Werke. Darüber hinaus helfe man, künstlerische Fähigkeiten zu fördern, die ein alternatives Einkommen zur Subventionierung des Kunstschaffens bieten könnten. Es gelte Wissen zu transferieren. «Manche assistieren mit geschultem Auge drei Monate beim Film, statt im Café auszuhelfen. Anschliessend haben sie Zeit und Geld für ihre Kunst.» Dreiband erklärt die praktische Ausrichtung des College mit der Verwurzelung in der Wirtschaftskrise der 1930er, der Gründungszeit des Art Centers: «Damals ging es für Künstler ums Überleben.»

Die Ausbildung kostet aktuell 16 296 Dollar pro Term. Das macht für ein Bachelor-Studium etwa 111 000 Franken. Das American Film Institute, derzeit beste Filmschule weltweit, verlangt 72 000 Franken. Auch wenn 80 Prozent der Studenten Zuschüsse erhalten - viele überlegen sich die Investition lange. Die meisten ArtCenter-Studenten sind Mitte zwanzig und haben bereits eine Ausbildung hinter sich. In langen Vorgesprächen, oft über mehrer Monate wird versucht herauszufinden, ob das Art Center der richtige Ort ist. Erst im Anschluss folgt ein formelles Bewerbungsverfahren. Bei dem im vergangenen Jahr 26 Prozent abgelehnt wurden.


Zum Thema: Studiengang Designmatters am Art Center Pasadena

Wie man als Designer in soziale Berufe kommt.

Ein Studiengang, der das Art Center in Pasadena zur weltweit ersten Designschule mit offizieller Anerkennung als Nichtregierungsorganisation durch die UN werden liess.



Mit Studiengangsleiterin Mariana Amatullo sprach Hannes Grassegger

Was ist Designmatters?
Das ist eine Bachelor-Studienvertiefung und ein Department am Art Center Pasadena. Wir nutzen den praktischen Ansatz des College, um die Studenten an der Lösung echter Probleme zu beteiligen.

Um was für Probleme geht es?
Wir befassen uns mit Gesundheitsfragen, nachhaltiger Entwicklung, sozialem Unternehmertum und Ähnlichem. Es kommen Probleme aus Wirtschaft, Technik, Anthropologie zusammen. Die Arbeit der Studierenden ist sehr interdisziplinär.

Wie kommen Sie zu den Aufträgen?
Institutionen und Projekte kontaktieren uns mit Problemstellungen und Ideen. Wenn etwas lehrreich für die Studenten ist und gleichzeitig echte soziale Auswirkungen in grösserem Massstab haben kann, bringen wir das als Aufgabe für die Studenten ein.

Wie sehen solche Arbeiten konkret aus, was bewirken sie?
In Chile beispielsweise haben zwölf Studenten für Slumbewohner vor Ort Methoden entwickelt, die ihnen einen würdigeren und hygienischeren Umgang mit Wasser erlauben. Das waren Tretpumpen, um sich zu duschen, Halterungen für Spülbecken, ein Infosystem, um die vielfältigen Lösungen, die Leute erfunden hatten, zu verbreiten und zu archivieren. Und eine Gemeinschaftswaschküche, die als soziales Zentrum funktioniert. Nach dem Erdbeben hat Unilever zusammen mit uns und der chilenischen Regierung zehn solcher Waschzentren installiert. Alle profitieren. Ein Private-Public-Partnership.

Ihre Schule ist eine Nichtregierungsorganisation, eine NGO. Was bedeutet das für die Studenten?
Wir sind als einzige amerikanische Designschule seit 2003 bei der UNO und anderen überstaatlichen Organisationen als NGO registriert. Das bringt uns Glaubwürdigkeit und ermöglicht unseren Studenten, an spannenden Projekten teilzunehmen. Sie können leichter in Organisationen einsteigen, um dort Praktika und Jobs zu finden. Unser Netzwerk ist in all den Jahren gewachsen. Wir können damit Designern einen Weg in den sozialen Bereich zeigen.

Was sind die neuesten Themen?
Wir haben im Mediendesign-Department den neuen Kurs «Media Design Matters» angesetzt. Dort geht es beispielsweise um das Entwickeln von sozialen Netzwerkansätzen, um Wandel zu ermöglichen. So, wie kürzlich Facebook und Twitter in der arabischen Welt eingesetzt wurden.

Zur Person:
Mariana Amatullo

Die Designmatters- Studiengangleiterin hat am Art Center Pasadena einen weltweit einzigartigen Studienansatz mitaufgebaut.

Dienstag, 30. August 2011

Social Media im Supermarkt

Der Schweizer Supermarktgigant Migros hat geschafft woran bereits viele Unternehmen scheiterten: Social Media zu nutzen um Konsument und Unternehmen zusammenzubringen.

von Hannes Grassegger

Marketingfachleute schwärmen vom Social-Media-Marketing, dem «Mitmach-Marketing» via Webgemeinschaften wie Facebook oder Twitter. Es verspricht direkte Verbindung zum Konsumenten, Dialog und Einblick in Kundenwünsche. Fast jedes konsumnahe Unternehmen betreibt heute Facebook-Seiten.

Nicht immer mit Erfolg. Manche Facebook-Seiten von Unternehmen verwaisen rasch. Oder Unternehmen tun sich schwer mit der oft unangenehmen Ehrlichkeit der Webkommentatoren. Sie löschen und fälschen Kommentare oder verweigern Antworten auf kritische Fragen. Trotz aller Kontaktversuche über Social Media fürchten Firmen, dass im Netz über sie geredet wird, ohne dass sie mitreden und das Ganze kontrollieren können. Dabei könnten sie einiges aus den Wünschen ihrer Kunden lernen.

Letztes Jahr startete die Migros mit Migipedia.ch den Versuch, Social Media in die eigenen Hände zu nehmen. Kritiker mokierten sich über das Projekt: Eine Nutzergemeinschaft, die sich um so banale Produkte wie Brot oder Eistee scharen sollte? Davon ist heute nichts mehr zu hören. Von den Experten kommt Lob: Migros habe das neue Marketingkonzept wirklich verstanden. Auch der Namensgeber, die Werbeagentur Jung von Matt, ist stolz, was aus ihrem 2008 vorgeschlagenen Migros-Weblexikon entstanden ist.

Die seit Juni 2010 aufgeschaltete Website sieht aus wie eine Kombination von Wikipedia und Facebook. Nutzer von Migipedia, davon etwa 25'000 mit eigenem Nutzerprofil, kommentieren und kritisieren derzeit etwa 9000 Produkte. So hat auch das Butterweggli seine Seite. Besucher können 5 Sterne vergeben für Kriterien wie Preisleistung (4 Sterne), Geschmack (4 Sterne), Zubereitungsvielfalt (3 Sterne). 90 Stimmen sind es aktuell. Unter dem Weggli finden sich Dutzende Kommentare. Nutzerin «Mägi» mäkelt: «Manchmal könnte es etwas regelmässiger geformt werden.» Solche Stimmen sind Geld wert für die Migipedia-Leiterin Leila Summa. Ihr Ziel ist es, durch höhere Kundenzufriedenheit Mehreinnahmen zu erzielen.

Marketing hört dem Kunden zu

«Wir können zuhören, Anliegen und Vorschläge für die Verbesserung unserer Produkte nutzen. Nutzer erhalten vertiefte Informationen, Unterstützung und glaubwürdige Rückmeldung anderer Konsumenten», erklärt Sergio Mare, der erste fest angestellte Community-Manager der Migros. Über die Nutzerbewertungen erkennt Mare die Akzeptanz von Produkten. Vorschläge gibt er weiter. Das Marketing hört mittels Migipedia zu und vermittelt dann zwischen Produktverantwortlichen und Konsument. Migipedia ist wie eine ständig laufende Konsumentenbefragung plus Werbeplattform. Es könnte «die Brücke zwischen Konsument und Produktion» werden, wie einst Gottlieb Duttweiler die Aufgabe der Migros formulierte.

Auf Migipedia gepostete Wünsche waren beispielsweise der Grund für die Rückkehr der M-Budget-Wave-Chips, des Vanilla Coke und des alten M-Budget-WC- Papiers. Migipedia führt auch Abstimmungen zu Produkten durch, die von der Community erdacht wurden. So stehen seit Freitag die von Kunden entwickelten Konfi-Sorten Erdbeermund und Herbstsünde in den Regalen.

Damit nutzt die Migros das brachliegende emotionale Potenzial, das Konsumenten im Umgang mit Alltagsprodukten haben. Mehr als 1 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind etwa Facebook-Fans des Migros-Ice-Tea. Solchen Menschen bietet Migipedia einen Dorfplatz, auf dem sie sich austauschen können.

Der Detailhändler investierte einen sechsstelligen Betrag in den Aufbau der Plattform. 2010 gehörte das Projekt bereits unter die Top Ten im Budget der Marketingabteilung. Inzwischen umfasst das Budget vier Vollzeitstellen. Die Kosten pro Kontakt bewegten sich zwischen 10 Rappen und 2 Franken, so ein Migros-Sprecher.

Die 2000 Produktideen, die während einer Kampagne eingehen, müssen selektioniert werden. Die Entwicklung zusammen mit Konsumenten sei nicht günstig, meint Miguel Helfrich. Er gilt im deutschsprachigen Raum als Urvater des Social-Media-Marketings. Er hat Tchibo Ideas entwickelt, die Plattform des deutschen Kaffeerösters und Vorbild für Migipedia. Nicht selten müssen Anwälte beigezogen werden, die die patentrechtlichen Fragen hinter den Produktevorschlägen abklären.

«Migros nimmt Kunden ernst»

Auf Migipedia tauchen Schimpfwörter und Abwertendes auf. Auch Angestellte sprechen offen mit. «Metzgerin92», laut User-Profil eine Migros-Fleischfachfrau, beklagt zum Beispiel den schlechten Geruch, den die Kondome mit Erdbeergeschmack nach dem Sex hätten. Der Eintrag wurde nicht entfernt. Die Migros sah sich aber gezwungen, interne Verhaltensrichtlinien für den Umgang mit Social Media zu entwickeln.

Thomas Hutter, einer der bekanntesten Social-Media-Experten im deutschsprachigen Raum, stuft Migipedia als «eines der mutigsten und sinnvollsten Social-Media-Projekte» ein. Die Migros habe Social Media richtig interpretiert und signalisiere, dass sie die Konsumenten ernst nehme und einbeziehe. Auch strategisch macht Migipedia Sinn. Das Netz gilt als einer der wenigen Wachstumstreiber im Lebensmittelbereich.

Die Migros arbeitet daran, Migipedia «stärker in die Onlinelandschaft der Migros einzubauen» und das Projekt «intern besser zu verzahnen», erklärt ein Sprecher. So wird die Website als Kundenhotline etabliert, es gibt die iApp M-Go. Zuletzt tauchten zudem neue Produktkategorien wie Möbel und Sportgeräte auf Migipedia auf. Und seit kurzem gibt es auch eine iPad-Version.

Freitag, 19. August 2011

Die Macht der Worte

Von Hannes Grassegger

In der aktuellen Wirtschaftslage tritt ein paradoxes Element der Marktwirtschaft zutage: die selbsterfüllende Prophezeiung. Eine Idee wird zur Realität, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, allein durch den Glauben der Marktakteure. So stürzte der Wert der französischen Grossbank Société Générale vergangene Woche trotz guter Ergebnisse zwischenzeitlich um fast ein Viertel ab. Das englische Boulevardblatt «Mail on Sunday» hatte ein unfundiertes Gerücht über deren lamentablen Zustand abgedruckt. Bei Anlegern ging die Nachricht von Blackberry zu Blackberry, global in das Portfolio - woraufhin der Kurs der Bank sank. Wir seien in einer neuen Welt, sagen Händler, Forscher und Politiker. In einer Welt, in der alles sich neu arrangiere, in der alles, was früher als sicher galt, wie US-Staatsanleihen, plötzlich angezweifelt wird.

Auch auf staatlicher Seite, wo derzeit wegen hoher Schulden und erschöpfter Notenbanken die realen Mittel aufgebraucht scheinen, sind es die Worte, die zählen. Ein Beispiel aus der Schweiz ist der Frankenkurs. Die Politik wusste nicht, was tun, da gab die Nationalbank ein Interview. Resultat: «Schweizer Machtwort zum Franken», titelte die Financial Times Deutschland am Freitag, «eine Zentralbank macht nur eine kleine Andeutung, und prompt reagieren die Märkte wie gewünscht.» Der Kurs des Euro stieg um fast zehn Prozent im Verhältnis zum Franken. Fazit: Das Mittel der Verbalintervention ist zum wirkungsvollen Bestandteil des geldpolitischen Instrumentariums geworden.

Schriftsteller an die Macht

Gespannt warten wir in Anbetracht der allgemeinen Unsicherheit auf die weiteren Prophezeiungen von Autoritäten. Draussen in der Welt machen Gerüchte eines Double Dips, eines zweiten Abschwungs die Runde. Worte werden mitbestimmen, ob wir tatsächlich hineinfallen. Ein Blick auf die weltweit grundsätzlich blühende Realwirtschaft - China ist nach wie vor kraftvoll, sogar die USA verzeichnen Wachstum - zeigt: gut möglich, dass wir nicht hineinfallen. Doch warten wir auf die Worte, die dazu folgen. Sie zählen derzeit mehr als Taten. Vielleicht ist es Zeit, dass Schriftsteller die Wirtschaft in die Hand nehmen.

Freitag, 12. August 2011

Wie tief darf der Euro zum Franken sinken?

Experten zweifeln an Sinn, Höhe und Durchsetzbarkeit einer Untergrenze des Wechselkurses zum Euro. Sie sehen die nebulöse Grenze trotzdem nahen.

Von Hannes Grassegger

Alle sahen sie kommen - doch sie kam nicht. Statt eine Untergrenze für den Wechselkurs zwischen Euro und Franken zu verkünden, gab die Nationalbank gestern bekannt, Geschäftsbanken die Geldbeschaffung via Girokonten zu erleichtern und Devisenswaps zu tätigen, um den Franken zu verbilligen. Dabei waren in den letzten Tagen aus verschiedenen Lagern Forderungen laut geworden, die SNB solle eine Untergrenze definieren, diese kommunizieren und dann auf deren Realisierung hinarbeiten.

So argumentieren auch die Wirtschaftsforscher der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Die Einführung einer Untergrenze sei sogar eine Gewinnstrategie, denn solange man sich sicher sei, dass der Franken überbewertet sei, könne die Nationalbank bei einer zukünftigen Normalisierung des Frankenkurses sogar Gewinne aus ihren Devisengeschäften realisieren. Der ehemalige SNB-Chefökonom und jetzige Professor an der Universität Genf, Ulrich Kohli, hält die Durchsetzung einer Untergrenze für nicht glaubwürdig. In der jetzigen Situation gebe es zwei Wege: ein ganz freier Kurs oder - auch wenn er es nicht befürworte - die feste Anbindung an eine andere Währung. Alles dazwischen sei realistisch nicht haltbar. Würde die SNB jetzt ein Wechselkursziel erkämpfen, würde sie diesem alle anderen Ziele der Geldpolitik unterordnen müssen. Zudem würde es die Spekulation mit dem Franken anfeuern und zu weiteren Verlusten der Nationalbank führen. «Hätte man das Ziel früher kommuniziert, wäre es vielleicht glaubwürdig gewesen, jetzt geht es nicht mehr.»

Ins gleiche Horn bläst der Zürcher Professor für Finanzen und Internationalen Handel, Mathias Hoffmann. Eine Untergrenze wäre «eine Carte blanche» für Spekulanten und könnte sich sogar kontraproduktiv auswirken. Das Kernproblem sei, dass sich zurzeit ein Paradigmenwechsel ereigne auf Ebene dessen, was man in der Weltwirtschaft als «sicher» betrachte. Sogar Staatsanleihen führender Ökonomien, früher Lehrbuchbeispiele sicherer Werte, würden heute vom Markt angezweifelt. Insofern sei es schwierig, überhaupt erst einen realistischen Wechselkurs des Frankens in dieser neuen, nach Sicherheit suchenden Welt zu definieren. Das derzeitige schrittweise Handeln der SNB findet Hoffmann richtig. Mit gutem Timing könne sie Spekulanten ein Schnippchen schlagen, auch wenn die Gesamteffekte gering seien. Aber es sei sehr schwer, sich gegen die globale Neubewertung des Sicherheitsbegriffes aufzulehnen, die sich im hohen Frankenkurs niederschlage.

«Ziel muss 1.10 Franken sein»
Ökonom Fabian Heller von der Credit Suisse sieht die Einführung einer Untergrenze für den Wechselkurs Euro/Franken als realistische Möglichkeit an. Die SNB versuche zwar, im derzeitigen Klima der Unsicherheit risikominimierend zu agieren. Dies funktioniere aber nur, wenn sich die grosse Skepsis im Markt - beispielsweise angesichts der Zukunft des Euro - verringere. Sollte die Risikoaversion bestehen bleiben, könnte die Einführung einer schrittweise ansteigenden Untergrenze ein nächster Schritt sein. An die Einführung einer Untergrenze glaubt auch Bankspezialistin Christine Hirszowicz, Professorin an der Universität Zürich: «Eine Basis von 1.10 Franken sollte nicht unterschritten werden.» Hirszowicz sieht ein solches Ziel als Provisorium. Auf lange Sicht müsste die Nationalbank bei den Schritten, die für das Einhalten der Untergrenze dann nötig wären, allerdings die Inflationsgefahr beachten. Währenddessen zweifelt der Markt an der Glaubwürdigkeit der SNB. «Es bringt nichts, erst Interventionen an den Devisenmärkten anzudeuten und dann doch nicht zu intervenieren», sagte ein Vertreter der Commerzbank gestern.

Mittwoch, 10. August 2011

«Krisenursache ist das Schuldenmachen»

Die Staatsregierungen haben die aktuelle Situation aus Angst vor der Ökonomie selbst verschuldet. Der renommierte deutsche Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe erklärt, wie die Staaten durch extreme Verschuldung handlungsunfähig wurden.

Interview: Hannes Grassegger

Sie sagen, wir befänden uns in einer neuartigen geschichtlichen Situation. Erleben wir momentan das Platzen einer weltweiten Staatsschuldenblase?

Es wurde vorhergesagt, aber nicht ernst genommen: Man hat die Folgen der letzten Krise mit erheblichem Schuldenaufwand bekämpft. Angesichts der Konjunkturlage der USA erkennt man jetzt, dass das Schuldenmachen nicht nur nicht geholfen hat, sondern selbst zur Krisenursache wird. Ähnlich in vielen Ländern der EU. Hier hat man zusätzlich mit staatlichen Schulden strukturelle Defizite überdeckt. Das geht jetzt angesichts der Verschuldung nur noch, wenn man die Staatsausgaben mit der Notenpresse deckt und Inflation in Kauf nimmt, wie das derzeit die EZB versucht. Aber das kann nicht funktionieren. Die Probleme bleiben.

Seit wann verschulden sich Staaten denn in diesem Ausmass?

Staatsbankrotte gab es schon früher, beispielsweise in Spanien im 16. oder in Sachsen im 18. Jahrhundert. Aber was wir derzeit erleben, hat damit wenig zu tun. Noch im 19. Jahrhundert hielt sich der Staat auch bei Wirtschaftskrisen weitgehend zurück. Im grossen Crash von 1873 gingen innert kürzester Zeit in New York sehr viele Banken pleite, sie halfen sich dann untereinander. Erst seit 1929, besser gesagt seit dem Keynesianismus, besteht die Illusion, der Staat könne durch richtiges Handeln Krisen verhindern. Das hat schon damals nicht geklappt, konnte sich aber im Aufschwung der Nachkriegszeit als Überzeugung festsetzen. Spätestens heute wissen wir, dass der Staat sich dabei so verschuldet, dass er schliesslich handlungsunfähig zu werden droht. Ohne im Übrigen zu helfen.

Warum sind wir an einem Endpunkt angelangt?

Was können Staaten noch machen? Eine Reregulierung der Weltwirtschaft, zurück in die 1950er, ist nicht mehr möglich in der globalisierten Welt. Geld in die Wirtschaft zu pumpen, erhöht die Schulden und die Zinslasten. Nüchtern gesagt: Man hat die staatlichen Geldhähne geöffnet und die Wirkung war gering. Jetzt bleibt im schlimmsten Fall nur noch die Notenpresse.

Sehen Sie keine historisch vergleichbare Situation?

Nein. Die Krise 2007 bis 2009 war die klassische Kombination von Spekulationsblase und Rezession. Danach versuchte man nicht nur, die Liquidität der Finanzmärkte zu garantieren, sondern auch einzelne Marktteilnehmer wie Banken und Versicherungen zu retten und schliesslich noch die Konjunktur anzukurbeln. Ohne grossen Erfolg. Statt dessen sind die Gläubiger der Staaten skeptischer, die Zinsen höher geworden. Das führte zum Ausbruch der Krise des Eurosystems. Das ist alles historisch ohne Vorbild.

Was ist der Kern dieser jetzigen Krise?


Derzeit haben wir keine Wirtschaftskrise, sondern die Krise eines politischen Systems, das sich ökonomisch übernommen und damit die Finanzmärkte ins Trudeln gebracht hat.

Also ist die Demokratie am Ende?
Nein, ich meine die Kombination der Vorstellungen «Der Staat kann das» und «Wenn der Staat es richtig macht, sind am Ende alle glücklich»; das sollte man ad acta legen. Das ist gefährlich.

Wie kam es zu dieser Vorstellung?
Es handelt sich im Kern um eine Selbstüberschätzung der Politik, die zum Teil vom Gleichgewichtsglauben in der Ökonomie gespeist wird. Neoklassiker und Keynesianer ähneln sich dabei, nur ihre Rezepte sind verschieden. Man will etwas korrigieren, ein angeblich mögliches Gleichgewicht herstellen und überhebt sich. Das hat mit Misstrauen zu tun: In der Politik neigt man dazu, die Ökonomie für gefährlich zu halten, und möchte sie an die Kette legen. Bizarres Resultat ist, dass der Staat quasi gegen die Märkte kämpft. Das läuft im Zweifel auf einen antikapitalistischen Putsch hinaus, wenn die Politik entscheidet, wer wirtschaftlich überlebt und wer nicht.

Kann man die jetzige Krise mit der von 1929 vergleichen?
1929 war etwas völlig anderes! Eine Verkettung unglücklicher Umstände, da es einzelne Ursachen nicht gab. Heute haben wir eine Kumulation völlig anderer Krisenfaktoren. Die Rezepte von damals sind nicht anwendbar.


Zu Prof. Dr. Werner Plumpe

Der 57-jährige Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Uni Frankfurt ist Vorsitzender des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschland und publizierte u. a. ein Standardwerk zu Wirtschaftskrisen.

Welt-Konjunkturlage

Abnahme der Zunahme - Angst wie 2008 - aber keine Rezession

Hannes Grassegger kompiliert Pressemeldung...

Nach dem Downgrading der USA wurde das Zittern der Börsen immer stärker. Auch die Konjunkturdaten zeigen ein Hin- und Her.

In der Schweiz trübt sich die Stimmung trotz guter Lage leicht ein. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young bezeichnen 41 Prozent aller befragten KMU die Geschäfte als uneingeschränkt gut, Anfang Jahr waren es noch 61 Prozent. Den Frankenkurs spüren 30 Prozent der KMU, die Erwartungen an die Wirtschaftslage sanken. Trotzdem planen KMU deutlich mehr Einstellungen als Entlassungen.
Angst haben die Konsumenten, die die Wirtschaftslage nach einer Studie der SECO radikal schlechter beurteilen.

Beim Handelspartner Deutschland stiegen die Exporte in den ersten sechs Monaten zweistellig um 15,7 Prozent im Vergleich zu 2010. Analysten bemängeln eine leichte Abnahme der Zunahme der Exporte. Dennoch sei kein Ende des Aufschwungs zu verspüren. Auffällig ist die gesunde Binnennachfrage, Importe stiegen stärker als Exporte. Der deutsche „Wirtschaftsweise“ Christoph Schmidt sieht laut Handelsblatt derzeit keinen Beginn einer neuen Weltwirtschaftskrise eher „den dritten Akt der letzten Krise“.

Nur ein bisschen mehr schwarz sieht die Opec. Sie senkte aufgrund der unsicheren Konjunkturaussichten die geplante Zunahme der Erdölförderung um 150.000 Barrel pro Tag auf 1,2 Millionen pro Tag.

Im zweiten Quartal wuchs die US Wirtschaft um 1,3 Prozent (0,4 Prozent Q1). Nach deutscher Rechnung sogar nur um 0,3 Prozent. Dieser Einkommens-Zuwachs genügt anbetrachts der Lohnstückkostenzunahme von 2,3 Prozent nicht um den leichten Rückgang der Produktivität im non-agrar Bereich (minus 0,3%) durch Neu-Einstellungen zu kompensieren. Analysten hatten schlimmere Werte erwartet. Weniger schlecht als prophezeit auch die Inflationsangst und die Arbeitslosenquote von 9,1 % im Juli. Konjunkturerwartungen für 2011 kappte Goldman Sachs vergangenen Freitag auf 2,0 Prozent BIP Wachstum.

Süd-Amerika sieht sich gut positioniert, auf einem Treffen der Finanzminister Südamerikas am 12. August werden Massnahmen entschieden um sich für eine Krise zu wappnen.

Für China rechnet der Internationale Währungsfond mit leicht schwächerem Wachstum von 9,6 Prozent in 2011 (10,3 Prozent Vorjahr). Die Industrieproduktion nahm im Juli um 14 Prozent zu (Juni 15,1 Prozent), etwas weniger als erwartet. Diesmal wird China wohl nicht Retter in der Not spielen. China muss Grosskredite verdauen und hat mit einer unerwartet stark auf 6,5 Prozent gestiegenen Inflation zu kämpfen, dem höchsten Wert seit 2008.

Montag, 8. August 2011

Somalia ist nicht Afrika

Schwarzmaler klagen angesichts des Hungers in Somalia, Afrika sei ein hoffnungsloser Fall. In Wahrheit geht es in den meisten seiner 54 Länder steil aufwärts.

Von Hannes Grassegger

29 000 Kinder seien in Somalia bereits an Hunger gestorben, schätzt die amerikanische Regierung. Das ist schrecklich. Schlimm ist auch, dass die grauenhaften Bilder in der westlichen Welt ein Präjudiz wiederbelebt haben: den Afropessimismus.

Auf einen Schlag scheinen die ermutigenden Zeichen aus Afrika vergessen: die revolutionären und reformerischen Bewegungen im Norden (etwa in Tunesien, Libyen, Ägypten) oder die erfolgreiche Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Kaum kamen die Bilder aus Somalia, war von einer «Krise am Horn von Afrika» zu lesen. Daraus wurde «die Krise in Ostafrika». Und diese Vision wuchs sich zu einer «in den Abgrund stürzende Weltregion» aus. Angesichts der Hungerkatastrophe, verursacht durch das Wetterphänomen La Niña, und jahrzehntelangen Bürgerkriegs entwerfen Journalisten, internationale Organisationen und Regierungen ein Elendsszenario, das viele Menschen verwirrt. Sie beginnen, Somalia mit Afrika zu verwechseln.

Wer bei der Glückskette für Somalia spenden will, muss in den Betreff schreiben: «Afrika (Hungersnot)». Zeitungsleser sprechen in Webkommentaren von «der afrikanischen Katastrophe». Einer empfiehlt «die Rekolonialisierung» eines Kontinents, der sich nicht selber helfen könne. Ein anderer fordert «Afrika» wütend auf: «Übernehmt mal endlich eure Verantwortung für den Kontinent.»

Die meisten Staaten boomen

Tatsache ist: Afrika, das heisst die Mehrheit der 54 Staaten des Kontinents, boomt. Investoren sehen in den afrikanischen Märkten die «letzte grosse Herausforderung», nirgendwo sind laut der Unctad, der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung, die Erträge aus Direktinvestitionen höher.

Eine McKinsey-Studie kam 2010 zum Schluss, dass das Wirtschaftswachstum in Afrika nicht nur von Rohstoffen kommt - es wird zunehmend investiert. Und eine unlängst veröffentlichte Umfrage von Ernst & Young zur «Africa Attractiveness» zeigte: 42 Prozent der 562 befragten Wirtschaftsführer wollen auf dem Kontinent investieren.

Vor allem Unternehmen aus Schwellenländern wagen den Schritt tatsächlich. Der sogenannte Süd-Süd-Handel mit den Bric-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China) treibt Länder wie Nigeria, Sambia, Uganda oder den somalischen Nachbarn Äthiopien an. Sie alle haben 2010 über 6 Prozent Wirtschaftswachstum verbucht. Die letzte Wirtschaftskrise überwanden die meisten afrikanischen Länder sogar besser als die EU und die USA: Dort fiel das Bruttoinlandprodukt (BIP), in Afrika wuchs es. Gewiss, das Niveau ist noch niedrig; das BIP des gesamten Kontinents entsprach 2008 jenem von Brasilien. Aber der Aufschwung ist Tatsache. Und spürbar.

Somalia ist nicht Afrika

Hilfsorganisationen warnen nun vor einer Ausdehnung der Hungersnot auf Äthiopien, Kenia und Uganda. In Nairobi, Kenias Hauptstadt, seien keine Anzeichen für eine Krise zu erkennen, sagt allerdings der Autor und «Economist»-Korrespondent Jonathan Magnus Ledgard auf Anfrage. Bemerkbar sei vielmehr der wachsende Wohlstand: Die Zahl der Autozulassungen habe sich seit 2008 vervierfacht, diejenige verkaufter Laptops, Smartphones und Kühlschränke gar versechsfacht. Haupttreiber des Wachstums seien die neuen Wirtschaftsbeziehungen und der grosse Pool junger Menschen, hält Afrikakenner Ledgard fest. Fast die Hälfte der Afrikanerinnen und Afrikaner seien Kinder.

Somalia ist ein Ausnahmefall, wie Ex-Kriegsberichterstatter Ledgard in seinem jüngsten Buch «Submergence» schreibt: «Somalia ist nicht das Afrika, das man kennt.» Für die Hauptperson des Buches ist es Sinnbild der Hölle. Doch ein Land allein kann nicht Grund für die Verteufelung eines ganzen Kontinentes sein.

Was verrät das europäische Gejammer über die ewige «afrikanische Katastrophe» über uns? Ist es die Angst vor der Stärke einer heranwachsenden Jugend, die mit aller Kraft an die Töpfe drängt - und alle Grenzen sprengt?

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