fabrikzeitung

Sonntag, 16. Januar 2011

Anonymous Ausgabe

Monster Head Room

Editorial der Januar Ausgabe der Fabrikzeitung. Ab Montag, 17.01.2011 erhältlich. International via Via Motto Distribution. In Zürich an ausgewählten Orten kostenlos.

lol

Das war so verdammt lustig als die Ballerei losging.


Als Leute wie Du und Ich die Ionenkanone LOIC zückten (gratis, hier), und mit „sinnlosen Anfragen“ die Websites zerschossen von Mastercard und Visa. Und der Schweizer Postfinance. Irgendjemand schrie: Wikileaks! Rache! Schon war ein Grund gefunden, ins virtuelle Gesicht zu ballern. Dann schwappte das Webding ins reale Leben.

Und dann wurde es bitter.

In Zeitungen und Newsportalen gab es eine Menge dazu lesen, wer dieser Irgendjemand sei, warum dieser Anonymous so und so handle (als kleiner Beleg gibt’s IRL Headlines zu Anonymous auf Seite 8). Kurz gesagt verstanden die Medien Anonymous als eine Hacker-Aktivistengruppe. Die im Falle von Julian Assange für Informationsfreiheit kämpfte.

Syntax Error.

„Anonymous unterstützt Wikileaks.“ Das wird so in die Geschichte eingehen. Weil folgender kleiner Austausch zur Frage, was Anonymous mit Wikileaks zu tun habe, auf der englischsprachigen Wikipedia Diskussionsseite stattfand (also dort wo die Verfasser der Einträge diskutieren):

Reportedly, Anonymous supports WikiLeaks: [3] [4]

I've been told that these don't count as reliable sources. However, with a group like Anonymous, no formal announcement is possible (since it has no formal leader etc.). So how much coverage do we need, exactly, to count this claim as reliable? Sonicsuns (talk) 05:58, 6 December 2010 (UTC)

Nevermind, I just found it in the New York Times: [5] Sonicsuns (talk) 06:32, 6 December 2010 (UTC)


Die NYT als Hüterin der Wahrheit?

Der Link führt zu einem Artikel von Ravi Somaiya, einem hippen Freelancer der so über alles Spannende schreibt. Beispielsweise Ölplattformen (wenn diese brennen). Somaiya begründet die Behauptung, Anonymous kämpfe für Wikileaks, mit der Aussage eines Herrn Gregg Housh, der wiederum behauptet, er hätte so was gehört.

Liebe Leser, lassen Sie es sich von uns sagen: Der These ist fundamental zu misstrauen. Wir sind auch hippe Freelancer die in grösseren Blättern schreiben. Wir kennen ein paar NYT Schreiberlinge. Die NYT ist nicht die Hüterin der Wahrheit. Gregg Housh ist ein Typ, der sich zum „Gesicht von Anonymous“ erklärt hat. Ein „moralfag“, wie seine Gegner „Ethical Hacker“ nennen. Und der obige Vorgang ist schrecklich. Illustriert er doch wie grosse Medien Willkürherrschaft ausüben können, indem sie zukünftig „dem Anonymous“ alles unterschieben können. Klar fallen alle Zeitungen mal auf Aprilscherze rein. Aber hier geht es um die Formation der Seele des Internets. Nirgendwo kann man so klar Gedanken lesen. Da sollte man sauber arbeiten.

Wer sich im Netz umsieht, wird bemerken, wie ein guter Teil aller Kommentare überhaupt von „Anonymous“ verfasst wurden.

„Anonymous gibt es gar nicht.“

lacht Gerald Himmelein vom Computermagazin c’T. Himmelein ist der Mann, der Anonymous und die lol-cats, das Phänomen der radebrachenden Katzenbilder, zusammenbringt.

Bereits 2008 beschrieb er die Szene, die „Anonymous“ hervorbrachte. So gut, dass sogar die Hasstatzen im Netz, die Trolle, über die er berichtete, seinen Text in ihre Encyclopedia Dramatica (ED), das Nachschlagewerk der Trolle (siehe Fabrikzeitung 253, 2009) einfügten. Der Text war so unersetzbar, dass die Trolls ihn mühselig ins Englische übersetzten. Um sich selber zu verstehen. Die eigene Geschichte. Die Geschichte einer Idee. Eines kulturellen Mems. Wir haben Himmelein um seinen Text gebeten und er sagte ja (Seite 5).

ED ist eine der spannendsten Seiten des Internets. Widerlich und Grossartig. Sie beschreibt die Seele einer wirklichen neuen Welt. Einer Welt, die nicht an physische Konsequenzen glaubt, die es ernst nimmt, dass hier ganz neue Regeln entstehen.

Anonymous begann als Gag - und ist das eigentlich auch geblieben. Es beginnt auf Plattformen, wo der Austausch so einfach wie möglich ist. Bulletinboards, Imageboards wie 4chan oder 888chan (RIP), die schwarzen Bretter des Internets. Jeder kann dort etwas einstellen. Gibt man keine ID ein, steht da „Anonymous“ sagt:...

Chans sind Petrischalen für grosse Ideen. Kreative Teilnehmer kamen auf die Idee, die Masse der Anonymen zu behandeln, als handele es sich um eine Einzelperson. So posteten nacheinander Einzelne die Abenteuer eines Strichmännchens. Das ganze wurde eine kohärente Story. Autor: Anonymous. Many to One. Kopflos. Der Begriff Anonymous ist eine leere Maske, die unterschiedliche Gruppen immer wieder nutzen, um ihre Aktivitäten zu organisieren -- seien es verteilte Angriffe auf Web-Server (mit Ionenkanonen!) oder Demons gegen Scientology.

„Anonymous kann heute in eine Richtung keilen und morgen in die Gegenrichtung, weil hinter dem Namen alles steht und niemand. Anonymous besitzt weder Anführer noch Gefolgsleute. Anonymous ist lediglich eine Idee, hinter der sich Leute verstecken können. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist die personifizierte Maske der Anonymität.“, sagt Gerald Himmelein.

So funktioniert Anonymous: Über Meme

- Jemand 1 hat eine Idee
- Jemand 2 hat Zeit
- Jemand 1 bringt die Idee dorthin,
wo Jemand 2 gelangweilt nach Ideen stöbert
- Jemand 2 findet die Idee und findet sie interessant. Er gibt Feedback an 1 und erzählt alles weiter. Vielleicht spinnt Jemand 2 den Faden noch etwas weiter.
- Jemand 3 findet die Idee und findet sie interessant. Er gibt Feedback an 1 und erzählt alles weiter. Vielleicht spinnt Jemand 3 den Faden noch etwas weiter.
- Das ist es eigentlich schon.
Entweder es wird gross,
über 9000, oder nicht.

Chans erinnern an Kanäle, in denen schön nach Thema und Interesse getrennt Infos fliessen. Die Endung /b/ steht dabei öfter für Zufallsthemen. Das sorgt dafür, dass sich hier unterschiedlichste Identitäten treffen.

Deren Ideen gehen meistens darum, etwas zu tun, was in der realen Welt schwieriger ist als OnLine: Jemandem zu schaden. Und dann göttliche Schadenfreude zu empfinden. Ohne Konsequenzen. LULZ, das Plural von Laugh out Loud. Den königlichsten Einblick in die Welt der fortgeschrittenen Schadenfreude, der Trolle und des Herrschers Weev, gibt Mattathias Schwartz (Seite 3).

Die Multitude?


Ist das nicht faszinierend, wie der Einzelne in vollendeter egoistischer Mission, zum Teil eines koordiniert erscheinenden, grossen Ganzen wird? Ist es Schwarmintelligenz? Merkmal einer Evolutionsstufe?

Bevor jetzt warme Seelen vom revolutionärem Potential der Multitude, jener von den postkommunistischen Kommunisten Hardt und Negri beschworenen Vielheit träumen, die gegen die „Biomacht“ antrete; oder Andere schaudernd an Thomas Hobbes Warnung vor der kopflosen „Multitudo“, die nicht nur den Souverän, sondern auch die Einheit des Volkes bedrohe, sagen wir lieber: Anonymous ist Tom.

„Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Anonymous ein einzelner 12-jähriger Junge ist“. So zeigt es die Encyclopedia Dramatica (Seite 3). Tom, meinen wir, benimmt sich grade wie ein trotziger Junge, der durch Mutwilligkeit versucht, Grenzen auszutesten. Und genauso benimmt sich die reale Welt aka die Gesellschaft (repräsentiert durch die Medien) mit Tom. Beide wachsen grade nebeneinander, miteinander, zusammen. Who knows.

Damit es nicht einfach unwiderlegbar gelöscht wird, im stets fliessenden Internet, drucken wir auch noch ein bisschen Interna der Schweizer Anonymous ab. Leaks aus Chatrooms (Seite 6).

Ab Montag 17.01.2011, neue Ausgabe der Fabrikzeitung. Erhältlich international via Via Motto Distribution. In Zürich an ausgewählten Orten kostenlos. Redaktion Hannes Grassegger und Glashaus.

Donnerstag, 23. September 2010

Oh, Martin

rockpop

Ein Satz, den ich nie schreiben wollte:

Martin Büsser ist tot.

Soeben, Donnerstag 23.9.2010, 23.12 Uhr, erhalte ich vom Ventil-Verlag die Mitteilung Martin Büsser sei 42-jährig nach "schwerer Krankheit" verstorben.

Ich habe als Redakteur die Ehre gehabt, mit Martin, einem profilierten Autor in den Bereichen Musik, Kunst, Film und Literatur, zusammenzuarbeiten. Seine Exkursionen in die Grenzgebiete dessen, was ich als Popmusik bezeichne, haben meine Welt bereichert.

Martin hat in meinen Augen trotz, oder vielmehr Dank all seines Widerstandes und seines gleichzeitigen Vorwärtsstrebens immer den Draht gehabt zum Guten und Schönen. Wer soll das jetzt in die Welt tragen?

Oh, Trauer.
Oh, Schmerz.


http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_B%C3%BCsser

Montag, 2. August 2010

Die Yoga Nummer

Power YOGA?

Yoga an allen Ecken. Tausend Ratgeber. Glücks-Yoga, Hormon-Yoga, American Power Yoga. Millionen machen mit, vor allem Westeuropäerinnen. Fast niemand weiss so richtig Bescheid.

Viele denken es ginge um Befreiung und Entspannung. Dabei heisst Yoga übersetzt Joch, verstanden als Zügel für den Geist.

Wege zum Glück, die YOGA Nummer der Fabrikzeitung. Analyse, Erfahrungsberichte, Kritik und Fun. Mit Beiträgen von Pravu Mazumdar, Milena Moser, Dr. Hedwig Gupta u. a.

Die Printausgaben dieser Sondernummer der Fabrikzeitung liegen in Zürich aus oder kommen als Abo. Internationale Distribution durch Motto (http://www.mottodistribution.com/site/)

Read it: http://issuu.com/fabrikzeitung/docs/wegezumglueck
Download: http://www.rotefabrik.ch/de/fabrikzeitung/index.php


Specias:

- Fotos aus der Schweizer Wave und Punk Szene, Liliput, Putsch etc.
- Interview mit Rapper Prinz Pi über Buchpläne und Psychostress

Redaktion, Konzept und Grafik:
Gregor Huber, Etrit Hasler, Adam Thompson und Hannes Grassegger.

Donnerstag, 27. Mai 2010

New Issue: The African Geographic

ancient albert

On its way: Your new issue of the award winning Fabrikzeitung magazine on culture and politics. This June/July edition named African Geographic puts a focus on Africa as a playground for fantasies.

Nr. 262 will feature acclaimed authors like Achille Mbembe, Bei Ling, Joël Vacheron, Astrid S. Klein and many more. Design by Glashaus.

Here it is: http://issuu.com/fabrikzeitung/docs/rf_262_afrika

fabrikzeitung 262

Get the pdf (starting June 1st) and order print copies here:
http://www.rotefabrik.ch/de/fabrikzeitung/

Distributed outside of Switzerland via Motto Distribution:
http://www.mottodistribution.com/site/

Dienstag, 13. April 2010

Mount Eerie - Ich bin die Welt und Welt ist in mir

Mount-Eerie

Viele junge Folker besingen die Natur. Der US-Act Mount Eerie lässt sie selber singen. Sein aktuelles Album Wind’s Poem präsentiert der von Punk und Natur inspirierte Einzelgänger Phil Elverum jetzt mit Band.

für taz kultur von Hannes Grassegger

Bäume entwurzelnd, Felsen schleifend, in den Blättern wispernd, fast singend. Laut krachende Gitarrenwände, leise streichende Synthesizer, brutale Drumtiraden, donnernde Gongs und dazwischen sanft, eher erahnbar Gesang: „Voice of Wind, the Air in the Branches, sounded like Words“. Phil Elverum alias Mount Eerie verleiht gleich zu Beginn seines aktuellen, Ende 2009 veröffentlichten Albums Wind’s Poem dem Wind seine Stimme. Nun hat der in den USA Kultstatus genießende, bescheiden auftretende 31-jährige Einzelgänger eine Tourband formiert um sein gewaltiges Konzeptalbum live aufzuführen. Rund um die Welt, unter anderem auch in Köln, Berlin und Nürnberg.

Sein erstes Deutschlandkonzert hinterlässt kraftvolle Eindrücke einer grossen Gefühlswelt, musikalisch zwischen Notwist und Nirvana, getragen von Elverums sachter, ungeformter Stimme. Möglich, dass der Heimproduzent, wie er selber sagt, mit jedem Album besser wird. Sicher, dass die Komplexität seiner musikalischen Naturpoesie live gut zugänglich wird, mit den symmetrisch arrangierten zwei Drummern und zwei Keyboardern um ihn, den Multiinstrumentalisten als Frontmann mit Gitarre.

Eine Musik der Landschaft

Kritiker verorteten Mount Eerie meist in der US-amerikanischen Weird Folk Szene. Dabei ist Elverums experimentelle, freiheitlich-spontane Do-It-Yourself-Machart stilistisch zwischen leichten Synthpop- und Lo-Fi Songwriternummern; Feldaufnahmen und krachenden Metal-Attacken völlig Folk-untypisch. Gar nicht weird ist auch sein klares kompositorisches und lyrisches Narrativ, mit welchem Elverum sein postromantisches Epos, in dem Natur erst durch den Menschen zur Sprache kommt, über nun 18 Mount Eerie Releases hin entwickelt hat.

elverumlake

Verwandt ist der Neo-Naturalismus Mount Eeries ideell eher mit Country, verstanden als eine Musik der Landschaft, der Berge, Winde und Wälder. Jedes seiner selbstproduzierten Alben vereint uramerikanische Motive von Heimatliebe und Freiheitsdrang. Seine Definition dieser sonst oft konservativ interpretierten Positionen verbindet Elverum mit anderen Alt-Country Grössen wie Bonnie „Prince“ Billy. Elverum selber sagt, er wolle den Amerikanern, die oft in fünf gesichtslosen Städten nacheinander aufwüchsen und wüssten, dass sie auch bald wieder gehen würden, „a sense of place“ geben, Identität, wie er im Interview Ende März in der Schorndorfer Manufaktur erklärt.

„I’m in the world and the world is in me“

Zur Identität gehört für ihn die Umwelt. Seit er 2003 plötzlich seinen vorherigen Künstlernamen The Microphones ablegte, geht es Elverum um die existentielle Frage was drinnen und was draussen ist im Begriff Mensch. Er beantwortet sie in der Sprache der Gefühle. Seine Musik besingt in immer neuen Variationen, mit sich über mehrere Alben ziehenden Liederzyklen und Querverweisen, die unauflösbare Verbundenheit des Einzelnen mit seiner Umwelt. „I’m in the world and the world is in me“, singt er in seinem typischen Subjektivismus auf dem hervorragenden 2005er Album No Flashlight, das er konsequenterweise teils in der freien Natur, teils zuhause im Studio aufnahm.





Auch eine politische Ebene eröffnet sich. Elverum schafft einen popkulturellen Zugang zum Spannungsfeld zwischen Freiheitsliebe und Umweltbewusstsein.

Umweltbewusstsein ist für ihn Vorraussetzung zum befreiten Selbstbewusstsein. Der belesene Autodidakt bezieht sich dabei auf Gary Snyder, den widerspenstigen Beatpoeten und Vertreter der Ecopoetry, sowie Henry David Thoreau, den amerikanischen Anarchisten, welcher am 4. Juli 1845 in eine selbsterbaute Waldhütte zog um dort sich selber in der Natur zu finden. Gemeinsam ist allen ein individualistischer Naturbezug jenseits ökonomischer Verwertungslogik oder tiefenökologischem Spiritualismus.

Im Winter 2002 auf 2003 zog Elverum für mehrere Monate allein in eine Hütte in Norwegen, dem Land seiner Vorfahren. Zurückgekommen, ließ er sich am Fuße des realen Mount Eerie nieder, an seinem Geburtsort Anacortes, im äußersten Nordwesten des Staates Washington, zwischen Seattle und der kanadischen Grenze.

Er hatte wohl erkannt, dass er genügend über Mikrophone und die Do-It-Yourself Philosophie gelernt hatte bei seinem früheren Punklabel, Calvin Johnsons K-Records. Genug um selber zum Berg zu werden. Seitdem nennt sich Phil Elverum folgerichtig Mount Eerie.

Termine: 12.4. Subway, Köln; 13.4. Festsaal Kreuzberg, Berlin; 19.4. UT Connewitz, Leipzig (letztes Konzert der Tour).

Website: http://www.pwelverumandsun.com

Samstag, 28. November 2009

Nachdenken über Wirtschaft

FAZ-Krise-Dubai

Warum wir? Wieder mal ist die Fabrikzeitung die Prophetin der Krise. Kaum war unsere aktuelle Ausgabe zum Thema Wirtschaft online, kaum hatten wir die Artikel zur kritischen Analyse der Vordenker der aktuellen Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten abgeschlossen, verkündete Dubai seine Zahlungsunfähigkeit. Nun wird sich zeigen, ob die Krise wieder durchstartet. Ob die Arbeitslosigkeit weiter zunimmt. Unsere aktuelle Ausgabe beleuchtet wie sich zuviel und zuwenig Arbeit anfühlt, wie der Vater der modernen Ökonomie doch nicht irrte, was eigentlich John Maynard Keynes ist und was die Studentenproteste mit Wirtschaft zu tun haben.

Online hier: http://issuu.com/fabrikzeitung/docs/fz257

Als limitierte Printausgabe erhältlich in Zürich oder per Abo via:
http://www.rotefabrik.ch/de/fabrikzeitung/index.php

Dienstag, 25. August 2009

Bio Lebensmittel – Zeit für die Krise



Erst begannen die Stimmen der Kritiker laut zu werden. Dann erlebte die Biolebensmittel-Branche in vielen Ländern Europas heuer einen Rückgang der Zuwachsraten oder sogar Einbrüche. Doch in der Schweiz wächst Bio weiter. Statt einfach die Krise der Anderen abzuwarten, sollte man hierzulande die Chance nutzen, dazu zu lernen.

Von Hannes Grassegger

Herbst 2009, Zeit für Schlammschlachten. Traditionell rollen im Herbst die Attacken an, die man sich im Sommerloch zurechtgelegt hat. Diesmal können wir besonders gespannt sein, was die zertifizierten Bio (oft öko oder organic genannten) Lebensmittelprodukte angeht. Lebensmittel also, bei denen darauf verzichtet wird, bestimmte synthetische Pflanzenschutzmittel, Gentechnik oder Kunstdünger zu verwenden und bei deren Produktion eine möglichst geschlossene Kreislaufwirtschaft am Hof betrieben werden sollte.
Denn die schöne Biowelt ist nicht vor Unbill gefeit. „Bio Bschiss“ titelte der Blick Mitte August, nachdem eine Untersuchung im Aargau bei 17 von 25 untersuchten Bio Anbietern Beanstandungen ergab. Auch ein anderes Nebenprodukt der organischen Landwirtschaft macht nach unseren Informationen derzeit vor allem Baslern das Leben schwer: die Asiatischen Marienkäfer. Seit 2005 werden die roten Tiere mit den oft 19 Punkten in der Schweiz gesichtet. Seit 2008 in rauhen Mengen. Die Marienkäfer wurden von der organischen Landwirtschaft ausserhalb der Schweiz zur natürlichen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Im Herbst werden sich die Käferchen nun eine Winterstatt suchen - vorraussichtlich massenweise in Schweizer Häusern.

Die Kritik an Bio

Schon im Herbst 2007 startete in der Weltwoche der deutsche Ex-Linke Michael Miersch, zusammen mit u.a. dem Publizisten Henryk M. Broder (Spiegel etc.) Betreiber des libertären Weblogs Achse des Guten, einen Angriff auf den „Mythos Bio“. Miersch behauptete, dass Bio „nicht gesünder“ oder „besser für die Umwelt“ sei. Der Nährstoffgehalt von Biofood sei z.B. nicht nachweislich höher als der konventioneller Lebensmittel und der hohe Raumverbrauch der Bioproduktion sei unverträglich mit dem Anspruch die Umwelt zu schonen.
Ein harter Angriff, denn laut Zukunftsforscher Matthias Horx (ebenfalls früher Blogger für die Achse des Guten) sind genau dies zwei Hauptgründe für den Konsum an Bio oder ähnlich gelabelten Produkten. In einer 19-seitigen Replik auf den Weltwoche-Artikel versuchte Urs Niggli, Leiter des FIBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau), ein wichtiger Bio Think Tank, Mierschs Argumente zu widerlegen. Ebenfalls 2007 deckte der Spiegel Misswirtschaft und Betrug im Biomarkt auf.
Nun erschien im Juli eine Studie des Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin, die auf der Basis umfassender Auswertungen wissenschaftlicher Studien der letzten 50 Jahre argumentiert, Bio Lebensmittel seien nicht nachweisbar gesünder. Nur Wochen darauf präsentierte das FIBL die Ergebnisse einer fünfjährigen Mammutstudie zu Bio und „low input food“ die der Londoner Studie widersprach. Bio Lebensmittel seien doch gesünder als konventionelle. Der Kampf tobt.

Bio am Ende?



Während die Experten streiten, reagiert der Markt. 2009 war kein gutes Jahr für die europäische Biobranche, meint die Forschungs- und Beratungsagentur Organic Monitor. Die Zuwachsraten der jeher zweistellig wachsenden Umsätze der Biobranche schrumpften auf meist einstellige Beträge zurück. Zuerst traf es Grossbritannien, wo der Markt 2008 nur um 2% wuchs. Noch schlimmer Deutschland. Hier gab es 2009 sogar den ersten Umsatzrückgang seit zehn Jahren. Minus 4% im ersten Halbjahr ermittelte eine Befragung der Konsumentenforscher der GfK. Triumphierend bloggt Miersch, er hätte den Rückgang schon im Januar 09 verkündet.
Zudem erfolgte der Einbruch in Grossbritannien, als sich die Wirtschaftskrise noch nicht so stark auf die allgemeine Kauflust ausgewirkt hatte. Ursache wäre somit nicht das Sparen in der Krise. Fast ein Viertel aller Schweizer zweifeln an Bio, erzählt eine weitere GfK Studie. Ist Bio bald am Ende?

Heute dort, morgen hier?

Auch wenn die Schweizer Lebensmittelzeitung diesen Mai titelt: „Bio Absatz läuft ungebrochen gut“ und das FIBL die zweistelligen Schweizer Bio Umsatzzuwächse für 2008 stolz auf 11,2% schätzt, so kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch den Schweizer Bios härtere Zeiten bevorstehen. Dabei wäre jetzt eine ideale Ausgangssituation um die schöpferische Zerstörung der Krise zu nutzen, Fehlentwicklungen zu korrigieren oder neue Optionen zu integrieren. Denn die Schweiz ist eines der innovativsten Bioländer mit dem höchsten Pro Kopf Konsum weltweit. Was nicht viel heisst. Nur etwa 5% des Gesamtumsatzes an Lebensmitteln hierzulande ist Bio, knapp 12% der Bauernhöfe produzieren Bio zertifiziert. Das ist nicht die Marktübernahme die man sich in Biokreisen einst erträumte. Selbst wenn’s der Weltwoche nicht gefällt, man könnte Bio grösser machen.

Bio neu verstehen



Bio muss neu verstanden werden. Bioplus ist das erste Stichwort. Dabei dreht es sich um die Integration neuer Käuferwünsche, „Mega Trends“ wie Klimaschutz, lokale Produktion und Fair Trade. Es klingt lustig: In Schweden gibt es jetzt CO2 neutrale Bio Milch zu kaufen. Krise ist die Zeit der Innovation.
Als Zweites gälte es, Konsumenten die Verwirrung zu nehmen. Berechtigte Kritik sollte ernstgenommen werden, Bio Suisse muss Lösungen anbieten. Einerseits indem informiert wird und diffuse Assoziationen (gesundheitsfördernd, Umweltschutz etc.) geklärt werden; andererseits, indem man den „Labelsalat“ auflöst. Es gäbe „keine Alternative zur Alternative“, schreibt Niggli in seiner Replik auf Mierschs Artikel. Laut SECO–Liste konkurrieren schweizweit 71 Lebensmittellabels, meist Produktlabels mit Bio-Appeal. Dies fordert vom Käufer einiges an Fachwissen. Wer durchschaut schon die Regelwerke der einzelnen Labels? Und wie gut diese überprüft werden? Viele der Ansätze (Traceability, Appellation Controlée, CO2-Ausstoss) sind schlau und gefragt; die Versprechungen der einzelnen Produktlabels überlappen sich zudem. Hier könnte man zusammenfassen. Krise ist die Zeit der Fusion.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Kopenhagen Klimakonferenz Sonderausgabe

Die Uhr tickt. Denn Ende dieses Jahres wird die Zukunft unserer Welt verschachert.

Vom 7.-18. Dezember 2009 steht die wichtigste Konferenz seit Ende des 2.Weltkrieges an. In Kopenhagen entscheiden über 13.000 Delegierte über das zukünftige Ausmass an weltweiten Treibhausgasemissionen. Und damit nicht nur darüber, wieviel von Bangladesh untergehen wird oder vom Amazonas Regenwald übrigbleibt, sondern auch von unser aller Freiheit.

Kopenhagen Klimakonferenz Sonderausgabe der Fabrikzeitung

Zusammen mit den preisgekrönten Grafikern von Glashaus.ch haben wir eine Kopenhagen Klimakonferenz Sonderausgabe des Zürcher Monatsmagazines Fabrikzeitung konzipiert die es in sich hat. Frei von Alarmismus und voll von neuartigen Ansätzen. Renommierte Autoren aus den U.S.A, Deutschland und der Schweiz sprechen über die Psychologie des Wandels, Freiheit, Energie und Geld.

Kopenhagen Online Edition

Die Sonderausgabe mit einer grossen Fotostrecke des Künstlerduos Galic/Gredig erscheint am Dienstag 4. August. Erhältlich gratis als Print an ausgewählten Stellen in der Schweiz, online via Mail von ronorp.net oder hier: http://www.glashaus.ch/fabrikzeitung/FAZ253-Klimakonferenz(Weboptimiert).pdf

Abonnement: http://www.rotefabrik.ch/de/fabrikzeitung/index.php

Der Countdown läuft weiter.






Sonntag, 22. März 2009

"Ein neues Wirtschaftssystem entwickeln.“

Vielleicht klingt das in der Krise besonders verlockend: Wenn man genügend Geld hat, hat man Zeit für die Ideen, die einen wirklich interessieren. Und weil man nicht darauf angewiesen ist, kann man sie dann auch mit anderen teilen. Ein wohlhabender Schweizer Unternehmer nahm sich die Zeit, uns sein Wirtschaftssystem mitzuteilen, welches dieses Privileg allen ermöglichen soll.

Aufgezeichnet von Hannes Grassegger

Der eigensinnige Basler Unternehmer Georg Hasler hat ein neues Wirtschaftssystem im Kopf. Er verbindet darin zwei in jüngster Zeit immer häufiger diskutierte ökonomische Konzepte: bedingungsloses Grundeinkommen und eine radikale Veränderung der Eigentumsrechte an Ideen, genannt Freies Wissen. Im IT Bereich sagt man zu freiem Wissen Open Source, und da kommt Hasler auch her. Der drahtige Self-Made Mann ist gelernter Geigenbauer, arbeitete lange als Programmierer und ist nun erfolgreicher Immobilienunternehmer. Hasler ist 38; mag keinen Stress, hat aber in seinem Leben völlig unverhofft ganze Blocks im Basler Zentrum erworben; mit Freunden das gut laufende Basler Café und Kulturzentrum „unternehmen mitte“ (in dem man nichts konsumieren muss und sich trotzdem frei aufhalten darf) begründet und bewegt sich in der eingeschworenen Basler Mäzenatenszene. Kürzlich gab er mir das Manuskript seines ersten Buches in die Hand. Arbeitstitel ist derzeit „Blütenstaubwirtschaft“. Ich bin Ökonom, las sein Werk und dachte, es sei keine Verschwendung von Ressourcen, Georg Haslers Ideen zu diskutieren. Im Folgenden spricht er erstmals über sein demnächst in einem renommierten Schweizer Verlag erscheinendes Konzept.

- Herr Hasler, warum muss sich unser Wirtschaftssystem ändern?

Ich bin der Ansicht, dass wir uns in einem grossen Durcheinander befinden. Wir leben mit den Denkgewohnheiten und Gesetzen einer Industriegesellschaft mitten in einer Informationsgesellschaft. Das passt nicht zusammen und bremst, weil Informationen und Ideen, besonders was ihre Vermehrung betrifft, ganz andere Eigenschaften haben, als Gegenstände. Deshalb sollten wir nicht Ideen wie Gegenstände behandeln sondern ein neues Wirtschaftssystem entwickeln welches dieses Potenzial nützt.

- Was ist der Unterschied zwischen Gegenständen und Informationen hinsichtlich deren wirtschaftlicher Nutzung?

Zwischen einem Stuhl und einer Idee, z.B. der Idee wie man einen Stuhl baut, gibt es einen grundsätzlichen Unterschied. Auf einem Stuhl kann nur eine Person sitzen. Eine bestimmte Idee können beliebig viele Personen gleichzeitig anwenden. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Stuhl nur einen Besitzer haben kann. Wer das ist, muss geklärt sein, um Streit zu vermeiden. Bei einer Idee ist dieser Streitfall nicht nötig, denn niemandem fehlt etwas, wenn dieselbe Idee von allen gleichzeitig benutzt wird.

- Wie sieht dieses neue Wirtschaftssystem aus?

Ein neues effektiveres und zugleich freieres Wirtschaftssystem orientiert sich am besten an der Natur: verschwenderisch in der Vielfalt, grosszügig in der Weitergabe der Gene und haushälterisch im Umgang mit knappen Ressourcen. Das Industriezeitalter hinterlässt uns das Gegenteil, d.h. materielle Verschwendung und geistiges Eigentum. Resultat ist eine lädiertes Ökosystem und ein stressvoller, für Viele beängstigender Alltag. Ich schlage die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens vor, um u.a. den Produktionszwang sinnloser Güter zu unterbrechen. Und ich denke konsequent weiter in Richtung Open-Source in allen Wissensbereichen.

- Warum nicht einfach Grundeinkommen? Warum noch Open Source?

Das Hauptargument gegen freies Wissen, z.B. freie Musik, ist ja immer die Frage, wovon die Denker, Forscher oder Musiker dann leben sollen. Anscheinend hängen die zwei Fragen eben direkt zusammen.

- Was meinen Sie mit Grundeinkommen?

Wenn das Wort „bedingungslos“ fehlt, dann heisst es nur dass niemand verhungert und dies wurde in den Industriestaaten längst erreicht. Das Problem sind die Bedingungen die daran geknüpft sind. Entscheidend wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen für jede Person ab Geburt; genügend hoch um die echte Wahl zu haben, nicht nur geistige Freiheit, sondern auch die materielle Freiheit zu kündigen und etwas anderes zu tun.

- Open Source bezieht sich auf offene Quellcodes bei Software. Sie meinen damit aber gemeinschaftlichen Besitz an Ideen, freies Wissen?

Man könnte Wissen einfach als kulturelles Erbe betrachten. Wie backt man Brot? Wie ätzt man Computerchips? Kultur heisst Wissen zu teilen, zu verbreiten und weiter zu entwickeln. Würde die Natur ihre frisch mutierten Gene nur gegen Gebühren weitergeben gäbe es keine Evolution.

-Was hiesse freies Wissen denn im Alltag? Z.B. für ein Werbeunternehmen, dass vom Verkauf seiner Idee lebt.

Hier geht es um die wirtschaftliche Unterscheidung zwischen Wissen und Können. Das Können einen konkreten Auftrag umzusetzen würde weiterhin bezahlt. Das Wissen welches dabei entstünde, sollte dem Nächsten sinnvollerweise aber nicht vorenthalten bleiben.

-Welcher Anteil der Wertschöpfung der Wirtschaft wäre von Ihrer Idee betroffen?

Das Wirtschaftssystem ist komplett betroffen weil alles zusammenhängt. Jedoch würde sich Vieles in eine sehr interessante, produktivere Richtung verschieben. Vor allem deswegen, weil der menschliche Kern des Wirtschaftens, das kreative Arbeiten von vielen Hindernissen befreit würde.

-Ist Ihr Vorschlag sozialistisch oder kapitalistisch?


Die zwei Systeme sind für mich wie Mann und Frau. Beide müssen sich ergänzen und für eine Informationsgesellschaft weiterentwickelt werden. Viel weiter.

-Was ist die Natur des Menschen in Ihren Augen? Ist er ein fauler Nutzenmaximierer oder ist von sich aus produktiv?

Natürlich beides. Kinder z.B. wollen einfach etwas tun, vom ersten Tag an. Arbeitslose sind über das Nichts-tun unglücklich obwohl sie Einkommen erhalten. Man möchte also etwas tun. Aber etwas, das Sinn macht. Doch auf die bequemste Art und Weise. Dies herauszufinden ist ja gerade das Lustige beim Arbeiten.

-Kann das bedingungslose Grundeinkommen in Verbindung mit Nationalstaaten überhaupt funktionieren? Würde ein einzelnes Land das Grundeinkommen bedingungslos auszahlen, würde jeder dem dieses System nützte in dieses Land ziehen. Müsste der Staat das Grundeinkommen dann nicht auf Staatsbürger beschränken? Was wäre mit den Nicht-beteiligten Einwohnern eines Landes? Dadurch entstünde doch eine Klassengesellschaft?

Das ist eine schwierige Frage zu der praktische Antworten gefunden werden müssen. Sie zeigt auch, dass ein solches System nicht einfach mal im Kleinen begonnen werden kann sondern nur im grossen Rahmen Sinn macht. Das heisst, die nächste Aufgabe ist es, Modelle zu entwerfen und vorurteilslos theoretische Arbeit zu leisten. Und dann braucht es mutige Entscheidungen. Island wäre ein derzeit ein hervorragender Testfall. Oder man könnte hier in der Schweiz eine Volksabstimmung durchführen. Die Dimension der Entscheidung erinnert mich an Situationen im 19. Jahrhundert, den Moment, als die Sklaverei abgeschafft wurde. Das hatten wir schon länger nicht mehr.

-Würde das Einführen von Freiem Wissen einer Verpflichtung gleichkommen, alle Ideen immer allen preis zu geben?

„Eigentum“ ist kein Naturgesetz sondern ein Rechtstitel, d.h. eine kulturelle Erfindung. Die Frage ist also, welche Dinge „eigentumsfähig“ sein sollen. Das muss ständig neu definiert werden. Früher zählten zum Beispiel auch Menschen, also Sklaven zum Eigentum. Das wurde abgeschafft. Dafür wurden in den letzten Jahrzehnten Eigentumstitel auf biologische und physikalische Entdeckungen vergeben. Das ist neu und ich meine katastrophal. Diese Gebiete sind wirtschaftlich wesentlich relevanter als das Downloaden von Musik oder Software, aber weniger sichtbar.

-Das jetzige Urheberrechtsystem ist doch klasse: Jeder kann jede Idee freigeben, wenn er will. Darüber hinaus hat er die Freiheit, für sich zu reservieren, was ihm zusteht: Patente etc. Würde Ihr Vorschlag diese Möglichkeiten nehmen, wäre die Freiheit des Einzelnen geringer. Ist Ihr System unliberal?

So frei ist das gar nicht derzeit. Wer z.B. Mitglied bei der GEMA ist, darf nicht mehr unter Creativ Commons [einem flexibleren Urheberrechtssystem; d. Red.] veröffentlichen. Wer an der Universität oder in Firmen forscht, unterliegt strikten Regeln.

-Wer steht hinter der Idee der Kombination freien Wissens und des bedingungslosen Grundeinkommens und würden Sie davon profitieren?


Es ist nicht nur meine Idee. Am bedingungslosen Grundeinkommen und an Open Source arbeiten Viele seit langem. Ich setze mich einfach dafür ein, weil mir beides eine logische Lösung scheint, um eine nachhaltigere, lustvollere Welt zu schaffen, die auch unserer Technologie entspricht.

-Woran wird Ihre Idee scheitern?

So denke ich nicht.

-Wenn Sie für Freies Wissen sind: Gibt es ihr Buch dann kostenlos im Internet? Und darf jeder es einfach umschreiben und weiterverbreiten?

Downloaden klar. Aber gedruckte Bücher sind schöner zum Lesen. Den Text umschreiben? Nein. Aber die Ideen nehmen und selber weiterdenken – hoffentlich.

Freitag, 18. Juli 2008

Kraftwerk - Autobahn (Düsseldorf 1974)

kraftwerk - autobahn illustration by zoe blanc. concept and words by both of us

LINK ZUR GESAMTAUSGABE: http://www.rotefabrik.ch/_images/admin/zeitung/1218700719_rf_august.pdf

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